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Beitrag Nr. 107850 vom 06.12.2006

FDP: Regierung soll Mittelstand bei IFRS besser vertreten

Geht es nach der Oppositionspartei FDP, sollte die Bundesregierung die Interessen der mittelständischen Unternehmen bei der Weiterentwicklung der International Financial Reporting Standards (IFRS) stärker vertreten.

Derzeit stehe bei den IFRS die Börsennotierung im Vordergrund, zitiert die Nachrichtenagentur DPA-AFX den FDP-Politiker Harfrid Wolff. Die IFRS kämen deshalb für viele kleinere Unternehmen nicht in Frage. Firmen, die an europäischen Börsen notiert sind, müssen seit diesem Jahr nach den internationalen Regelungen bilanzieren. Notieren ihre Aktien auch an US-Märkten ist zusätzlich eine Bilanz nach den US-GAAP fällig. Nicht-börsennotierten Unternehmen ist es freigestellt, ob sie auch nach den IFRS bilanzieren.

Einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) halten 80 Prozent der Mittelständler es nicht für notwendig, ihre Rechnungslegung auf die IFRS umzustellen, berichtet die Agentur. Mittelstandsvertreter hatten in der Vergangenheit immer wieder kritisiert, dass die internationalen Richtlinien zu kompliziert seien und ihre Erfüllung mittelständischen Firmen teuer zu stehen komme. Das könnte sich in Zukunft möglicherweise ändern: Alfred Hartenbach (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesjustizministerium, betonte, dass die Regierung in den entsprechenden Gremien aktiv sei und sich dafür einsetze, dass die IFRS für Mittelständer leichter und praktikabler werden. Zudem erarbeite die Regierung gerade ein Bilanzierungs-Modernisierungs-Gesetz, meldet DPA-AFX. (kib)

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