Beitrag Nr. 115340 vom 18.04.2007
Standardsetter IASB will KMU-IFRS nachbessern
Das International Accounting Standards Board (IASB) in London, verantwortlich für die Definition der internationalen Bilanzrichtlinien IFRS und deren Ableger für kleine und mittlere Unternehmen (KMU-IFRS), hat angeboten, die Mittelstands-Regeln zu überarbeiten. Das IASB stehe Verbesserungen der von ihm entwickelten KMU-IFRS positiv gegenüber, hieß es. Der derzeit vorliegende Entwurf ist dem Board-Vorsitzenden David Tweedie zufolge "nicht das Ende der Fahnenstange", die Beratungen seien noch "nicht abgeschlossen", berichtet die Börsen-Zeitung. Im Herbst will das Gremium einen überarbeiteten Entwurf vorlegen, der dann Basis "für eine Auswirkungsstudie sein" soll, schreibt das Blatt.
Die Mittelständler hatten einerseits die Definition von Regeln speziell für sie begrüßt, weil dadurch eine Vergleichbarkeit von Abschlüssen auch für nicht börsennotierte Unternehmen geschaffen wird. Allerdings kritisierten sie die Bilanzstandards, da sie nicht den Bedürfnissen und Besonderheiten der KMU entsprächen. Laut Tweedie könnten Mittelständler besonders bei der Erschließung neuer Finanzierungsmöglichkeiten von den KMU-IFRS profitieren, so die Börsen-Zeitung.
Transatlantische Annäherung
Dem IASB-Chef zufolge schreitet auch die Annäherung der europäischen und amerikanischen Bilanzstandards voran. Die US-Börsenaufsicht SEC wolle den Konvergenzzeitplan 2009 einhalten. Denkbar sei, so Tweedie, dass auch US-Firmen wählen können, ob sie nach den IFRS oder den amerikanischen US-GAAP bilanzieren. Der IASB-Chairman befürwortet zudem eine stärkere Kooperation zwischen Standardsetter und EU-Parlament. (kib)
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