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Beitrag Nr. 119063 vom 26.06.2007

SEC will IFRS-Bilanzen akzeptieren

Die US-Börsenaufsicht SEC will künftig Abschlüsse anerkennen, die nach den internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS verfasst sind. Europäischen Unternehmen bliebe damit eine Bilanzierung nach US-GAAP erspart.

Die amerikanische Börsenaufsicht legte einen Vorschlag vor, nach dem ausländische Emittenten an US-Börsen ihre Abschlüsse auch nur nach den IFRS einreichen können, berichtet die Financial Times Deutschland (FTD). Damit tat die Security and Exchance Commission (SEC) einen Schritt auf die EU zu, tut sich aber auch selbst einen Gefallen: Denn die USA könnten dadurch für ausländische Unternehmen als Finanzstandort wieder attraktiver werden. In den vergangenen Monaten hatten mehrere Unternehmen über ein Delisting von amerikanischen Börsen nachgedacht.

Allerdings will die Kommission nur solche IFRS-Abschlüsse zulassen, die "in Übereinstimmung mit der englischen Version von IFRS wie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht" erstellt wurden, schreibt die Zeitung. Die SEC akzeptiert also nur die vom Londoner Standardsetter IASB abgesegnete Version - und nicht die von den EU-Staaten möglicherweise geänderte Fassung: Die IFRS sind nämlich in der EU erst dann gültig, wenn jedes Mitgliedsland und das EU-Parlament sie abgesegnet haben, so die FTD. Gelegentlich kann es dabei zu Änderungen kommen - und genau die wollen die Amerikaner nicht akzeptieren. Das könnte die Europäer unter Druck setzen, die Standards direkt vom IASB zu übernehmen - allerdings untersteht dieses Gremium keiner demokratischen Kontrolle. Die EU-Kommission sieht in dem SEC-Vorschlag einen "wichtigen ersten Schritt". Positiv reagierte auch der Bundesverband der Deutschen Industrie, schreibt die Zeitung. (kib)

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