Weiß und Selck geben Tipps zu Mitarbeiterbefragungen
Zusammenfassung von "Haben sie Veränderungsbedarf? - Mitarbeiterbefragungen zielgerichtet einsetzen" von Dipl.-Psych. Jürgen Weiß und Dipl.-Psych. Dr. Andreas Selck, original erschienen in: AuA 2007 Heft 8, 480 - 482.
Die Verfasser vertreten acht Thesen zu Mitarbeiterbefragungen, anhand derer sie die wesentlichen Grundlagen einer erfolgreichen Mitarbeiterbefragung beschreiben. Darüber hinaus geben Sie Hinweis für die Praxis und stellen wichtige Aspekte heraus. Ihre Ergebnisse fassen sie in einer Checkliste zusammen.
Die Autoren geben die Empfehlung, in einer Mitarbeiterbefragung klare Ziele zu setzen. Eine Befragung sollte sich überdies auf drei Zielfragen beschränken. Eine Mitarbeiterbefragung biete eine Vielzahl von Möglichkeiten, die viele Unternehmen nicht ausreichend nutzten. Beispielsweise solle man daran denken, nicht nur nach einer unternehmerischen Maßnahme Befragungen durchzuführen, sondern zu Vergleichszwecken auch im Vorfeld.
Mitarbeiterbefragungen sollten nach Ansicht der Verfasser nur dann durchgeführt werden, wenn die Unternehmensführung im Anschluss auch bereit ist, Folgemaßnahmen zu ergreifen. Günstig sei auch die Verzahnung einer Mitarbeiterbefragung mit anderen Instrumenten, wie Balanced-Scorecards. Im Rahmen der Durchführung sei auch der richtige Zeitpunkt zu bestimmen. Die Unternehmen sollten dem richtigen Zeitpunkt aber nicht übermäßige Wichtigkeit beimessen. Um Vertrauen bei den Mitarbeitern aufzubauen, sollten im Hinblick auf eine Mitarbeiterbefragung klare Regeln aufgestellt und auch kommuniziert werden. Auch der Einsatz von technischen Möglichkeiten sollte erfolgen, vorher jedoch mit den Mitarbeitern abgestimmt werden. Die Verfasser raten insbesondere zu einer klaren Formulierung der aufgeworfenen Fragen.
Bewertung:
Die Verfasser geben in ihrem klar formulierten Beitrag gute Hinweise für die Durchführung einer Mitarbeiterbefragung. Hilfreich sind die vielfachen besonders markierten Praxishinweise. Auch die aufgestellte Checkliste kann für die Praxis eine wichtige Arbeitshilfe sein.
Dieser Beitrag wurde erstellt von RA Dr. Michael Schamberger.
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