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Beitrag Nr. 70918 vom 04.07.2005

Europäer und Amerikaner legen ersten gemeinsamen Standard vor

Auf dem Weg zu internationalen Bilanzregeln: Das International Accounting Standards Board (IASB) und sein amerikanisches Pendant, das FASB, haben gemeinsam einen Entwurf für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen vorgelegt.

Einen großen Schritt haben Amerikaner und Europäer in Sachen Rechnungslegung getan. Das IASB, das die überwiegend in Europa geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS) entwickelt, und das FASB, in den USA für die Bilanzstandards zuständig, haben zusammen einen Entwurf für die Bilanzierung von Fusionen und Übernahmen vorgelegt, berichtet die Financial Times Deutschland (FTD). Unternehmenszusammenschlüsse in Europa und USA würden damit einheitlich bewertet. Dem Entwurf zufolge soll die gekaufte Firma nach dem Fair Value, also dem Marktwert, bewertet werden.

IASB und FASB können "als Team arbeiten"

Der Entwurf stellt vor allem die Bereitschaft der Amerikaner auf die Probe, da er "Interpretationsspielraum lässt" und damit die Handschrift des IASB trägt, wie die Zeitung weiß. Das FASB steht dagegen für genaue Vorgaben. Für international tätige Unternehmen ist die Annäherung der beiden Standards enorm wichtig: Sollte es in Zukunft ein Regelwerk geben, das sowohl in den USA wie auf dem alten Kontinent gelten würde, könnten sie auf die teure doppelte Buchführung verzichten. Zudem wären die Bilanzen vergleichbarer. "Das Konzept der Annäherung basiert auf der Frage, ob wir als Team arbeiten können. Und das hier zeigt, dass wir es können", zitiert die FTD den IASB-Vorsitzenden David Tweedie.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Kirsten Broecheler.

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