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Beitrag Nr. 99775 vom 08.08.2006

Firmen haben mehr Luft bei IFRS-Umstellung

Das International Accounting Standards Board (IASB) in London, das für die Festlegung der internationalen Bilanzrichtlinien IFRS zuständig ist, gewährt den Unternehmen bei der Umstellung eine Schonfrist: Neue oder stark veränderte Standards müssen die Betriebe nicht vor 2009 umsetzen.

Damit erreiche man eine "mehrjährige Phase der Stabilisierung für die Unternehmen", zitiert die Börsen-Zeitung aus einer Mitteilung des IASB. Die Firmen müssen demnach nur "kleinere Änderungen sowie neue Interpretationen" sofort anwenden. Das Board schließt jedoch Veröffentlichungen neuer Standards nicht aus, so das Blatt. Die Unternehmen könnten diese freiwillig anwenden. Der Standardsetter will zudem die Frist zwischen Veröffentlichung und Implementierung auf zwölf Monate ausdehnen. Alle Beteiligten sollen sich früher als bislang zu "grundsätzlichen Fragen" am runden Tisch äußern können.

Standardsetter suchen Gespräch

Das IASB will zusammen mit seinem US-Pendant, dem Financial Accounting Standards Board (FASB), zügiger die Gespräche mit den Marktteilnehmern suchen. Die Standardsetter arbeiten an einer Konvergenz von IFRS und US-GAAP. Deshalb wollen beide Gremien zunächst nur Diskussionspapiere vorlegen, bislang veröffentlichten sie sofort fertige Entwürfe. Für 2009 wollen die Standardsetter "die doppelte Berichtspflicht für EU-Konzerne in den USA", so die Zeitung, auslaufen lassen. Seit Anfang 2005 müssen rund 8.000 Gesellschaften, die an EU-Börsen notiert sind, ihre Bilanzen nach den IFRS erstellen. (kib)

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