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Beitrag Nr. 175314 vom 26.02.2010

Unterschiedliches Sparverhalten bei den europäischen Verbrauchern

Eine aktuelle Studie zeigt, dass es den einheitlichen europäischen Konsumenten bisher nicht gibt. Das Sparverhalten in der Wirtschaftskrise ist innerhalb der EU-Länder unterschiedlich ausgeprägt - während die einen lieber etwas mehr frieren, verzichten die anderen verstärkt auf Restaurantbesuche. Am meisten wird europaweit beim Kauf von Lebensmitteln sowie bei größeren Anschaffungen gespart.

Wie differenziert die europäischen Konsumenten gesehen werden müssen, zeigen die Ergebnisse der GfK-Studie "Sparen im Alltag in Europa", für die im Winter 2009 rund 10.200 Verbraucher in neun europäischen Ländern befragt wurden. Erforscht werden sollte damit das Sparverhalten der Verbraucher vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise. Deutsche und französische Bürger wollen jeweils zu rund 40 Prozent seltener in eine Kneipe, Bar oder ein Café gehen und generell weniger abends ausgehen. 48 beziehungsweise 45 Prozent sparen an Restaurantbesuchen. Auch die Absicht, preiswerter Urlaub zu machen, ist in diesen beiden Ländern überdurchschnittlich stark ausgeprägt - rund 35 Prozent der Befragten wollen hier sparen.

Britische Verbraucher frieren dagegen lieber etwas mehr: Knapp 40 Prozent wollen weniger heizen, im Gegensatz zu 15 Prozent der Bundesdeutschen. In Russland können sich nur neun Prozent der Bürger fürs Energiesparen erwärmen, sie wollen sich lieber bei den Käufen von Bekleidung und Schuhen und bei größeren Anschaffungen für den Haushalt einschränken. Knapp die Hälfte der Deutschen und Niederländer bemüht sich, Lebensmittel und Getränke so preisgünstig wie möglich einzukaufen, in Polen legt nur ein Viertel der Konsumenten darauf ein besonderes Gewicht.

Rund ein Drittel der Polen und der Spanier plant in keinem Bereich erhöhte Einsparungen und interessiert sich auch nicht für Sonderangebote bei Bahn- und Flugtickets oder günstige Angebote von Telekommunikationsanbietern oder Versicherungen - in den übrigen europäischen Ländern bewegt sich dieser Wert um 15 Prozent. In den meisten Ländern unternehmen vor allem die Frauen mittleren Alters erhöhte Sparanstrengungen, insbesondere bei den Einkäufen des täglichen Bedarfs, bei Bekleidung sowie Zeitungen und Zeitschriften.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Susanne Görsdorf-Kegel.