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Beitrag Nr. 176407 vom 09.03.2010

Milch trotz Laktoseintoleranz

Bei Milchzuckerunverträglichkeit sollten Milchprodukte in kleinen Mengen konsumiert werden, um einem Mineralstoffmangel vorzubeugen

Bei einer Milchzuckerunverträglichkeit, der sogenannten Laktoseintoleranz, sollte lange Zeit komplett auf den Verzehr von Milchprodukten verzichtet werden. Denn den Betroffenen fehlt das Verdauungsenzym Laktase entweder komplett oder ihr Körper produziert zu wenig davon. Dadurch können sie den mit der Nahrung aufgenommenen Milchzucker nicht verwerten. Die Folgen sind beispielsweise Blähungen und Durchfall, aber auch Müdigkeit, Schlafstörungen und Hautprobleme.

Bei der Analyse verschiedener Studien sind Wissenschaftler von den National Institutes of Health (NIH) zu dem Schluss gekommen, dass die meisten Menschen, die an einer Laktoseintoleranz leiden, durchaus bis zu zwölf Gramm Milchzucker pro Tag aufnehmen können, ohne dass dadurch die beschriebenen Beschwerden auftreten oder die Betroffenen von diesen allzu stark belastet werden.

Aus Sicht der Forscher könnten daher geringe Mengen Milchprodukte auf dem Speiseplan von Menschen stehen, die an einer Milchzuckerunverträglichkeit leiden. Damit könnte auch einer Unterversorgung mit Kalzium und Vitamin D vorgebeugt werden. Ein Mangel an diesen Stoffen kann zu Erkrankungen führen - insbesondere zu Knochenwachstumsproblemen beziehungsweise Knochenschwund.