Beitrag Nr. 176577 vom 05.03.2010
Laut Angaben des Immobilienberatungsunternehmens "CB Richard Ellis" (CBRE) hat sich die Belebung der Investmentmärkte für Gewerbeimmobilien fortgesetzt und ausgeweitet. Das Transaktionsvolumen erreichte Ende 2009 den höchsten, nach der Lehmann-Pleite gemessenen Wert.
Nach Aussage des Immobilienberatungsunternehmens "CB Richard Ellis" (CBRE) stiegen die Transaktionsumsätze auf den europäischen Investmentmärkten für Gewerbeimmobilien im vierten Quartal 2009 auf 25,7 Milliarden Euro. Sie liegen damit liegt ganze 42 Prozent über dem Wert des Vorquartals - laut CBRE der höchste Wert, der seit der Pleite von "Lehmann Brothers" in einem Quartal verzeichnet wurde. Dem Immobilienberatungsunternehmen zufolge setzt sich damit die Belebung der Investmentmärkte nicht nur fort. Sie hat sich auch regional ausgeweitet.
Der Gesamtumsatz auf den europäischen Märkten lag laut CBRE 2009 bei 70 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor wurden noch 121 Milliarden Euro umgesetzt. Für 2010 rechnet das Unternehmen mit einer Fortsetzung der Marktbelebung. Denn: In 17 von 26 untersuchten Märkten wurden in den letzten drei Monaten von 2009 die höchsten Umsätze aller Quartale erzielt. Außerdem lagen die Umsätze des zweiten Halbjahres 2009 (43,9 Milliarden Euro) bereits 71 Prozent über denen des ersten Halbjahres.
Besonders stark nahm das Transaktionsvolumen in Frankreich und der Bundesrepublik zu. In beiden Ländern haben sich die Umsätze im Halbjahresvergleich mehr als verdoppelt. Den stärksten Zuwachs gab es in Zentral- und Osteuropa. Hier gab es eine Steigerung von 231 Prozent. Während die erste Jahreshälfte 2009 noch stark von nationalen Investitionen geprägt war, gab es in der zweiten Jahreshälfte eine Steigerung der grenzüberschreitenden Investmentaktivitäten. Die deutschen offenen Investmentfonds blieben in der Gruppe der wichtigsten Investoren: Allein im Dezember wurde von ihnen mehr als eine Milliarde Euro in 13 Objekte in sieben verschiedenen europäischen Staaten investiert. Weitere wichtige Investoren stellten Staatsfonds und staatliche Pensionsfonds dar.
Dieser Beitrag wurde erstellt von Peter Siemionek.