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Beitrag Nr. 176898 vom 10.03.2010

Medikamente können Wirkung der Pille beeinträchtigen

Wer hormonell verhütet, sollte bei der Einnahme von Beruhigungsmitteln, Epilepsie-Präparaten und Antibiotika (zusätzlich) mechanische Methoden anwenden

Frauen, die mit der Anti-Baby-Pille oder anderen hormonellen Mitteln verhüten, und dabei weitere Medikamente einnehmen, haben möglicherweise keinen sicheren Empfängnisschutz. Darauf weist der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) hin. Denn verschiedene pharmakologische Substanzen verstärken den Abbau der Wirkstoffe hormoneller Verhütungsmittel und setzen so deren Wirkung herab. Frauen, die regelmäßig oder auch nur kurzfristig Medikamente einnehmen müssen, sollten sich über mögliche Wechselwirkungen mit Pille, Hormonpflastern, -implantaten oder -ringen von ihrem Gynäkologen beraten lassen.

Zu diesen Medikamenten gehören Tranquilizer, Neuroleptika, Hypnotika und Sedativa, Anti-Epileptika wie Phenytoin und Topiramat, aber auch häufig angewandte Antibiotika wie Penicilline, Tetracycline sowie Cephalosporine und Chloramphenicol. Bei der Einnahme dieser Medikamente sollte sicherheitshalber (zusätzlich) mechanisch verhütet werden, beispielsweise mit Kondomen. Während einer Antibiotika-Therapie - so die Empfehlung der Frauenärzte - sollte dies während der Zeit der Einnahme und bis zu 14 Tage nach deren Ende erfolgen.

Selbst Johanniskraut, das gar nicht so selten von Frauen eingenommen wird, kann die Empfängnisverhütung durch Hormone abschwächen - allerdings nur dann, wenn es in konzentrierter Form eingenommen wird. Teezubereitungen beispielsweise beeinträchtigen die Wirkung der Pille nicht.

Ein Hinweis auf eine nicht mehr sichere Verhütung können Zwischen- und Abbruchblutungen sein. Bei derartigen Zyklusunregelmäßigkeiten sollte unbedingt der Frauenarzt konsultiert werden.