Beitrag Nr. 109221 vom 28.12.2006
Kompetenzmanagement noch nicht selbstverständlich
Unternehmen, die schnell auf die Kompetenzen ihrer Mitarbeiter zugreifen können, fahren häufiger auf der Überholspur im Wettbewerb als Konkurrenten, die nicht wissen, wer was weiß und wer was kann. Doch nur für rund die Hälfte aller Unternehmen sind die vorhandenen Kompetenzen transparent. Dieses Ergebnis liefert eine Unternehmensbefragung zum Thema Kompetenzmanagement.
Die Hälfte der befragten Personalverantwortlichen gibt an, die Kompetenzen der Mitarbeiter "unregelmäßig oder gar nicht" zu erheben. Gleichzeitig wird der Weiterentwicklung des Personals ein hoher Stellenwert beim Erreichen der Unternehmensziele eingeräumt. Das teilt das Fraunhofer Institut für Arbeit und Organisation (IAO) mit, das die Umfrage in Kooperation mit der Managementberatung Mühlenhoff + Partner durchgeführt hat.
Weiterentwicklung der Mitarbeiter und Bindung qualifizierter Mitarbeiter seien gerade dort entscheidend, "wo sich neue Wachstumsmärkte und Geschäftsfelder eröffnen", so das Fraunhofer IAO. Trotzdem würden 40 Prozent der Unternehmen weder analysieren noch bewerten, welche Kompetenzen für zukünftige Entwicklungen wichtig sind.
"Wer die Kompetenzen seiner Mitarbeiter nicht kennt und dauerhaft fördert, verschenkt Potenzial und vergeudet Ressourcen", kommentiert Hartmut Buck, Leiter Kompetenzmanagement vom Fraunhofer IAO, die Resultate der Umfrage.
Die Studie "Kompetenzmanagement in Unternehmen" kann bei Hartmut Buck per E-Mail - hartmut.buck@iao.fraunhofer.de - angefordert werden.
Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.
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