Blutspurenmusteranalyse - Brodbeck untersucht die physikalischen und biologischen Grundlagen
Kurznachricht zu "Die physikalischen und biologischen Grundlagen der Blutspurenmusteranalyse" von Dr. med. Silke Brodbeck, original erschienen in: StRR 2010 Heft 1, 17 - 21.
Die Autorin weist in ihrer Einleitung darauf hin, dass die Blutspurenmusteranalyse die visuelle Auswertung von Blutspuren an Tat- und Geschehensorten anhand ihrer Form, Größe und Verteilung beschreibt. Die Blutspurenmusteranalyse (englisch: "Bloodstain Pattern Analysis", BPA) stellt eine kleine forensische Spezialdisziplin dar; es handelt sich um ein interdisziplinäres Fachgebiet mit Beteiligung von Polizisten, Biologen, Chemikern und Ärzten. Im Folgenden legt Brodbeck dar, dass eine BPA prinzipiell an jedem Tatort mit Blutaustritt durchgeführt werden kann; allerdings ist sie nicht stets erforderlich. Die Autorin gibt einen Überblick über die Hauptindikatoren für den Einsatz einer BPA und skizziert sodann die historische Entwicklung der Blutspurenmusteranalyse von ihrer Begründung bis heute. Gegenstand des nächsten Abschnitts sind die Grundlagen der BPA. Anhand von graphischen Abbildungen erläutert die Autorin die Physik des Blutes. Ferner setzt sie sich mit der Biologie des Blutes auseinander. Dabei unterscheidet sie zwischen der Anatomie des Blutes (rote und weiße Blutkörperchen, Blutplättchen), erläutert die Funktionsweise des Gerinnungssystems und untersucht die Ursachen und Wirkungen von Gerinnungsstörungen. Abschließend konstatiert Brodbeck, dass es bis Heute nicht gelungen ist, künstliches Blut herzustellen.
Dieser Beitrag wurde erstellt von RA Dr. Henning Seel.
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