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Beitrag Nr. 124612 vom 02.10.2007

In Schokolade lauern nicht nur Kalorien

Für Allergiker können nicht deklarierte Zusatzstoffe gefährlich werden

Wer auf bestimmte Lebensmittel allergisch reagiert, lebt gefährlich. Und das selbst dann, wenn die Allergene bekannt sind und sich der Betroffene peinlich bemüht, diese zu meiden.

So kann der Verzehr von Milchschokolade allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen, auch wenn diese Sorte bislang gut toleriert wurde. Das geschieht beispielsweise dann, wenn beim Hersteller auf den Produktionsanlagen im Wechsel Milch-, Nuss- und Zartbitterschokolade produziert wird. Verunreinigungen durch die Haselnussmasse, die bei der Produktion von Nussschokolade beigemengt wurde, kann bei einem Menschen mit einer Nuss-Allergie zu gefährlichen Reaktionen führen.

Werden etwa Sojazusätze verwendet, reagieren Menschen mit einer Allergie gegen Hülsenfrüchte allergisch. Seit einigen Jahren wird Erdnusspaste als preisgünstiges und geschmacksneutrales Bindemittel bei der Süßwarenherstellung, also auch bei der Schokoladenproduktion, eingesetzt. Besteht eine Erdnuss- oder eine Allergie gegen Hülsenfrüchte, kann das für den Verbraucher fatale Folgen haben.

Ähnlich verhält es sich mit anderen Süßigkeiten oder Fruchtsäften, bei denen man sich im Herstellungsprozess der Hilfe von Schimmelpilz-Bestandteilen bedient. Restmengen davon finden sich noch im verkaufsfertigen Produkt - kein Problem für Gesunde. Jeder dritte Allergiker reagiert jedoch (auch) auf Schimmelpilze ...

Bei Lebensmittelallergien sollten keine Selbstversuche angestellt, sondern die Suche nach dem Allergen unter ärztlicher Kontrolle vorgenommen werden.

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