Weltkarte Worldwide | Kontakt |
Startseite|Shop|Aktuelles|Partner|Service

Wussten Sie schon ...

2005 wurde der ZAP Verlag von LexisNexis Deutschland übernommen

Drucken Per E-Mail verschicken

Beitrag Nr. 163635 vom 09.07.2009

Nach Schlaganfall auch späte Reha-Maßnahmen sinnvoll

Motorische Einschränkungen können auch dann noch erfolgreich behandelt werden, wenn mit der Therapie erst längere Zeit nach dem Ereignis begonnen wird

Bei einem Schlaganfall kann es aufgrund akuter Durchblutungsstörungen im Gehirn zu einem Verlust bestimmter Funktionen des zentralen Nervensystems kommen. Symptome dafür sind häufig Gesichtslähmungen und motorische Störungen. Wird beispielsweise die linke Hirnhälfte betroffen, können die Patienten häufig ihre rechte Hand nur eingeschränkt benutzen.

Experten glaubten bisher, dass es für Therapiemaßnahmen zur Wiederherstellung der motorischen Fähigkeiten nur ein kurzes Zeitfenster von drei bis sechs Monaten nach dem Schlaganfall gebe. US-amerikanische Mediziner von der Harvard Medical School in Boston (Massachusetts) haben in einer Studie zeigen können, dass offensichtlich auch eine später einsetzende Rehabilitation erfolgreich sein könnte.

Fünf Schlaganfallpatienten mit motorischen Problemen der rechten Hand begannen mit regelmäßigen Trainingsmaßnahmen, nachdem das Ereignis mehr als ein halbes Jahr zurücklag. Vier Wochen lang mussten sie dreimal pro Woche jeweils eine Stunde lang mit einem speziellen Gerät ihre rechte Hand trainieren.

Nach Ablauf der Studie zeigte sich in speziellen Aufnahmen jener Hirnareale, die für die Motorik der rechten Hand verantwortlich sind, dass diese besser durchblutet waren als vor dem regelmäßigen Training. Für die Wissenschaftler ist das ein Anzeichen für eine zunehmende Aktivität dieses Hirnbereiches.

Anscheinend, so ihre Schlussfolgerung, sei das Gehirn auch Monate nach einem Schlaganfall noch therapierbar. Daher könnten auch Rehabilitationsmaßnahmen, die spät begonnen werden, noch sinnvoll sein.

Weitere Meldungen: KV-LEX online