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Beitrag Nr. 167239 vom 22.09.2009

Wie entstehen Antibiotika-Resistenzen?

Bakterien stellen Stickoxide her, die die Wirkung der Medikamente beeinträchtigen / Leichtfertige Einnahme der Antibiotika treibt Resistenzbildung voran

Ein großes Problem bei der Behandlung bakteriell bedingter Erkrankungen ist die zunehmende Resistenz der Erreger gegenüber den gegen sie eingesetzten Antibiotika. Die Arzneimittel wirken nicht mehr. Einen Hinweis darauf, wie derartige Resistenzen entstehen, haben US-amerikanische Wissenschaftler von der New York University entdeckt und im Fachmagazin "Science" darüber berichtet.

Offenbar sind die Bakterien in der Lage, bestimmte Stickoxide herzustellen, die die Wirkung der Antibiotika beeinträchtigen. Ein neuer Therapieansatz könnte darin liegen, die Stickoxidbildung zu hemmen.

Darüber hinaus sollte jedoch alles unterlassen werden, was bei der Behandlung von Krankheiten die Entstehung von Resistenzen fördert. Immer noch werden bei virusbedingten Erkältungskrankheiten Antibiotika eingenommen - völlig sinnlos, weil diese nur gegen Bakterien wirken. Je häufiger aber Antibiotika eingesetzt werden, desto öfter kommen Bakterien mit diesen in Berührung und können lernen, sich gegen das Medikament zu behaupten. Die resistenten Bakterien überleben und vermehren sich. Werden sei später erneut mit einem Antibiotikum attackiert, hat das bei dem Patienten nur noch eine abgeschwächte, schlimmstenfalls gar keine Wirkung.

Zu einem solchen Effekt kommt es auch durch das vorzeitige Absetzen von Antibiotika. Daher: Auch wenn man sich bereits besser fühlt, darf die Therapie nicht eigenmächtig und ohne Absprache mit dem Arzt abgebrochen werden.

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