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Beitrag Nr. 170048 vom 04.11.2009

Schwedische Erfahrungen mit Schweinegrippe-Impfstoff

Studie: Bekannte Nebenwirkungen bei einer geringen Zahl von Geimpften / Allergische Reaktionen und fünf Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung

Die ersten Erfahrungen mit dem Schweinegrippe-Impfstoff in Europa werden aus Schweden gemeldet. Dort wird bereits seit dem 12. Oktober geimpft und der auch hierzulande verwendeten Impfstoff Pandemrix eingesetzt. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) stellt Auszüge aus dem schwedischen Bericht vor.

Danach decken sich die in dem skandinavischen Land beobachteten Nebenwirkungen mit den in den Zulassungsstudien beschriebenen: Nach Auslieferung von etwa 1,4 Millionen Dosen des Impfstoffs - die Zahl der geimpften Menschen wurde nicht mitgeteilt - wurden von den Mitarbeitern des schwedischen Gesundheitswesens etwa 200 Verdachtsfälle von Nebenwirkungen gemeldet. Von den Geimpften selbst hätten 400 bis 500 über Nebenwirkungen berichtet.

Beachtenswert ist die Meldung von allergischen Reaktionen bei 37 Impfteilnehmern, darunter 15 schwerwiegende, die mit Adrenalin, Kortikosteroiden und Antihistaminika behandelt wurden. Bei zwei dieser Patienten sei eine Hühnereiweißallergie bekannt gewesen. Nach Auffassung des PEI sei es erforderlich, die Umstände der einzelnen Fälle weiter abzuklären.

Fünf Menschen sind nach dem vorliegenden Bericht im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gestorben. Es gebe aber derzeit keine Hinweise auf einen ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung, betont das PEI. Der Zeitraum zwischen Impfung und Tod der Betroffenen lag zwischen zwölf Stunden und vier Tagen. Alle fünf Impfteilnehmer haben an chronischen Erkrankungen gelitten, sie haben also zu der Risikogruppe gehört, die derzeit bevorzugt geimpft wird.

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