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Beitrag Nr. 170060 vom 12.11.2009

Teilzeitarbeit hält Senioren fit

Pensionäre, die einer Beschäftigung im vorherigen Beruf nachgehen, erfreuen sich einer besseren körperlichen und geistigen Gesundheit als Gleichaltrige im Ruhestand

Senioren sollten das Wort "Ruhestand" nicht allzu wörtlich nehmen. Das legt eine US-amerikanische Untersuchung von Psychologen der Universität Maryland nahe, bei der die Daten von mehr als 12.000 Menschen im Alter zwischen 51 und 61 Jahren ausgewertet wurden.

Die Studienteilnehmer wurden über einen Zeitraum von sechs Jahren begleitet und alle zwei Jahre zu ihrer Gesundheit, ihrer finanziellen Situation, ihrer Beschäftigung und ihrem Arbeits- bzw. Pensionsalltag befragt. Erfasst wurden auch diagnostizierte körperliche und psychische Erkrankungen, Alter, Geschlecht und Bildungsstand. Dabei zeigte sich, dass Pensionäre, die weiterhin einer Aushilfstätigkeit nachgehen oder in Altersteilzeit arbeiten, ein geringeres Krankheitsrisiko hatten, über bessere geistige Fähigkeiten verfügten und ihren Alltag besser bewältigen konnten.

Bei genauerer Betrachtung der Studienergebnisse stellte sich heraus, dass dieses Plus an Gesundheit und Lebensqualität nur bei jenen Pensionären nachweisbar war, die in ihrem vorherigen Berufsfeld tätig waren. Wechselten die Rentner jedoch in völlig fremde Tätigkeiten, zeigten sich diese Vorteile nicht. Wahrscheinlich, so vermuten die Forscher, liege das daran, dass es Menschen im Alter nicht mehr so leicht falle, sich völlig neuen Arbeitsbedingungen anzupassen, und dadurch mehr Stress entstehe. Zudem wechselten häufig jene nach der Berentung in ein völlig neues Berufsfeld, die aus finanziellen Nöten dazu gezwungen sind. Auch dadurch entstehe ein hoher seelischer Druck.

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