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Beitrag Nr. 176899 vom 11.03.2010

Blutzucker und Nierenfunktion regelmäßig kontrollieren

Heute ist Weltnierentag / Für die Nierengesundheit viel trinken, weniger tierisches Eiweiß essen, ausreichend bewegen und den Gesundheits-Check-up wahrnehmen

Anlässlich des Weltnierentages, der seit 2006 jährlich am 11. März begangen wird, rufen die Deutsche Nierenstiftung und die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie zu einem Blutzuckertest auf. Denn Diabetes mellitus ist eine der häufigsten Ursachen für Nierenerkrankungen und chronisches Nierenversagen. Die Zuckerkrankheit wird ebenso wie eine verschlechterte Nierenfunktion oft es spät erkannt, weil beide nicht mit Schmerzen oder anderen auffälligen Symptomen einhergehen.

Blutzuckertest, Blutdruckmessung und seit vergangenem Jahr auch der Mikroalbuminurie-Test sind Bestandteil der Vorsorgeuntersuchungen, die die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten ab dem vollendeten 35. Lebensjahr alle zwei Jahre anbieten. Bei dem Mikroabluminurie-Test wird der Eiweißgehalt im Urin bestimmt, der Aufschluss über die Nierenfunktion gibt und Einschränkungen anzeigt, noch bevor sich diese durch Symptome bemerkbar machen. Risikopatienten wie Diabetiker, Bluthochdruckkranke und ältere Menschen sollten diesen Test mindestens jährlich absolvieren.

Um die Nieren funktionstüchtig zu halten und der Bildung von Nierensteinen entgegenzuwirken, sind eine ausgewogenen Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr dringend geboten. Über den Tag verteilt sollten mindestens anderthalb bis zwei Liter Wasser, Saftschorle oder Kräutertee getrunken werden - an heißen Tagen oder bei körperlicher Anstrengung noch mehr. Eine nierenschonende Kost ist gekennzeichnet durch nicht allzu viel tierisches Eiweiß, stattdessen beinhaltet sie mehr pflanzliche Anteile mit essenziellen Aminosäuren. Alkohol und Schokolade sollten weitgehend gemieden werden.

Gut für die Nieren ist auch Bewegung. Wer sich wenig bewegt oder rasch stark an Gewicht abnimmt, belastet das blutreinigende Doppelorgan und läuft Gefahr, dass sich bei ihm Nierensteine bilden. Das gilt auch für die Einnahme von Medikamenten, insbesondere von schmerzstillenden Mitteln, Blutgerinnungshemmern, Entwässerungspillen und Immunsupressiva, also Medikamenten zur Unterdrückung des Immunsystems. Wer solche Mittel regelmäßig oder in hohen Dosen einnimmt, sollte ganz besonders auf seine Nierengesundheit achten.

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