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Beitrag Nr. 112379 vom 09.03.2007

Hype um Web 2.0 ist nur bedingt gerechtfertigt

Die öffentliche Diskussion um das interaktive Web 2.0 geht an den meisten Internet-Nutzern vorbei, wie eine Studie zeigt. Marketing-Experten raten deshalb dazu, zwar den Nutzen nicht zu unterschätzen, aber trotzdem Vorsicht walten zu lassen.

Über das Web.2.0 wird zwar viel geredet - die meisten Deutschen haben aber keine konkrete Vorstellung, was das eigentlich ist. Eine Umfrage der PR-Agentur ZPR hat ergeben, dass nur sechs Prozent der Internetnutzer diesen Begriff überhaupt kennen. Aber lediglich die Hälfte davon wusste, dass es sich hierbei um eine neue soziale und interaktive Ausrichtung des Internets handelt. Am ehesten interessiert sich die Altersgruppe der 16- bis 30-Jährigen für Weblogs und Communities, während die Älteren vorwiegend die Angebote von Web 1.0, also E-Commerce, Auktionsbörsen oder Suchmaschinen, nutzen.

Fachleute raten deshalb dazu, die Begeisterung über die neuen Möglichkeiten etwas tiefer zu hängen. Seine Chance liege darin, dass die Nutzer, die sich daran beteiligen, besonders engagiert und kontaktfreudig seien. Die Gefahr sei aber, dass dadurch aber gerade schwer kontrollierbar sei, welche Informationen über ein Unternehmen verbreitet würden - ein einmal begangener werblicher Fehler würde sich blitzschnell verbreiten und sei kaum zu stoppen oder zu beseitigen. Trotzdem solle das Web 2.0 in die Marketingstrategie einbezogen werden, weil es wertvolle Informationen über das Image eines Unternehmens liefere.

Am besten ist es aus Sicht der Experten, wenn Web 2.0-Elemente in die gesamte Marketingstrategie eingebettet werden, also beispielsweise Internetportale mit interaktiven Community-Elementen erweitert werden. Dabei müsse man aber mit werblichen Elementen sehr behutsam umgehen, allenfalls dezentes Sponsoring und entsprechende Links würden von den Usern akzeptiert.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Susanne Görsdorf-Kegel.

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