Beitrag Nr. 154006 vom 01.02.2009
Ohne Einbindung der Mitarbeiter keine erfolgreiche Corporate Identity
Die meisten größeren und großen Unternehmen halten die Einführung von Corporate Identity (CI) für wichtig, so das Ergebnis einer aktuellen Studie zum Status quo von CI in Deutschland. Wenn der rund zehnmonatige Einführungsprozess problemlos geglückt ist, sehen die meisten Befragten auch die Kosten dafür als gerechtfertigt an. Erfolgreich kann dieser aber nur sein, wenn die eigenen Mitarbeiter rechtzeitig eingebunden werden.
Das Corporate Identity Institut an der Fachhochschule Mainz hat in einer Studie den augenblicklichen Stand von Corporate Identity in deutschen Unternehmen dargestellt. Sie basiert auf einer Umfrage unter 211 Mitarbeitern und Entscheidern in der Finanzdienstleistungs-, Automobil- und Medienbranche, wobei gut ein Drittel der Unternehmen mehr als 10.000 Mitarbeiter hat, zwei Drittel mehr als 1.000.
In der Ausgabe 3/2009 der Fachzeitschrift "Horizont" werden Details der Untersuchung vorgestellt. So ist bei 33 Prozent der Befragten die Marketingabteilung für die CI verantwortlich, bei 25 Prozent ist sie Aufgabe der Unternehmens- und Konzernkommunikation und bei 17 Prozent ist sie bei der Geschäftsleitung angesiedelt. Von 80 Prozent der Befragten wird die Bedeutung der Corporate Identity als hoch oder sehr hoch eingestuft. Rund die Hälfte derjenigen, die bisher noch keine CI aufgebaut haben, will das in den nächsten zwölf Monaten nachholen. Sofern Verbesserungsbedarf bei bereits eingeführter Corporate Identity gesehen wird, erstreckt sich dies insbesondere auf Corporate Behavior und Corporate Language.
Auslöser für einen CI-Prozess waren in der Regel strukturelle Änderungen und eine neue Ausrichtung der Unternehmensstrategie, wobei die Einführung und Verankerung im Unternehmen im Durchschnitt zehn Monate dauerte. Die Kosten dafür hängen von der Unternehmensgröße ab und reichen vom fünf- bis zum siebenstelligen Bereich. 91 Prozent derjenigen, in deren Unternehmen der Prozess erfolgreich war, halten die Kosten dafür für angemessen, bei Schwierigkeiten sinkt die Akzeptanz allerdings deutlich.
Diese ist auch wesentlich davon abhängig, ob die Mitarbeiter in das Projekt eingebunden werden und es mittragen. Es sei die wichtigste Aufgabe der federführenden Abteilung, so die Verfasser der Studie, sie rechtzeitig zu beteiligen und ihnen die Ziele und den Nutzen des Projekts deutlich zu machen.
Dieser Beitrag wurde erstellt von Susanne Görsdorf-Kegel.
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