Globales Risikomanagement zu Zeiten von COVID-19: Was uns die Daten sagen

Chris Schneider, LexisNexis

Das neuartige Coronavirus beziehungsweise COVID-19 hat die Gesellschaft bereits verändert. Weltweit ergreifen Regierungen vielfältige Maßnahmen zur Eindämmung der Weiterverbreitung des Virus und zur Stärkung ihrer Gesundheitssysteme. 2,5 Milliarden Arbeitnehmer und Verbraucher sind von einem Lockdown betroffen. So hat COVID-19 auch enorme Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, da es weltweit zu Störungen in Produktion und Handel kommt. Unternehmen sind in einem noch nicht da gewesenen Ausmaß mit PESTEL-Risiken konfrontiert. Diese resultieren aus Einschränkungen der Reisefreiheit und einem massiven Mangel an Ressourcen und Arbeitskräften, was zu Störungen in Lieferketten und einer Beeinträchtigung der Geschäftstätigkeit führt.

Da COVID-19 in den kommenden Wochen und Monaten weltweit weiterhin die Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird, werfen wir einen genaueren Blick darauf, wie PESTEL-Risiken in der Medienberichterstattung thematisiert werden. Der COVID-19-Risikotracker von Nexis Newsdesk, bietet interaktive Grafiken, die beinahe in Echtzeit Aufschluss darüber geben, wie die Berichterstattung zur Corona-Pandemie politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche, technologische, rechtliche und umweltbezogene Risiken aufzeigt.

Die wichtigsten Themen haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Welche PESTEL-Risikofaktoren werden am häufigsten thematisiert?

Die am häufigsten in den Medien erwähnten Risikokategorien betreffen wirtschaftliche, gesellschaftliche und technologische Probleme, gefolgt von rechtlichen Fragestellungen.

Gesellschaftliche und wirtschaftliche Risiken dominieren

Wie aus der Grafik ersichtlich wird, ist das Thema „Löhne und Gehälter“ eindeutig am wichtigsten. Dabei geht es etwa um Dinge wie Gefahrenzulagen für systemrelevante Arbeitskräfte. Vor allem aber spiegelt die Berichterstattung in Bezug auf Löhne und Gehälter das beispiellose Ausmaß an Entlassungen aufgrund der Schließung beinahe aller öffentlichen Räume einschließlich Restaurants und Bars, nicht systemrelevanter Einzelhändler und einer Unzahl von Veranstaltungsorten sowie Tourismuseinrichtungen wider.

Zunehmend werden in diesem Zusammenhang Entlassungen aufgrund pandemiebedingter wirtschaftlicher Risiken thematisiert. Aber auch die Auswirkungen auf Produktionsstätten sind ein vorherrschendes Thema in den Medien. Im Hinblick auf Produktionsbetriebe nehmen wir sowohl Risiken als auch Chancen wahr. Teilweise bezieht sich die Berichterstattung auf die Schwierigkeiten von Produktionsbetrieben, mit dem Mangel an Rohstoffen, Bauteilen und Arbeitskräften umzugehen. Ein Schwerpunkt der Medienaufmerksamkeit liegt aber auch auf den Anstrengungen einiger Produktionsbetriebe, ihre Anlagen für die Herstellung dringend benötigter Güter wie persönliche Schutzausrüstung (PSA) und Beatmungsgeräte umzurüsten.

Erwähnte Unternehmen spiegeln Risiken und Chancen wider

Bei Betrachtung aller PESTEL-Faktoren im Zusammenhang mit den in den Medien erwähnten Unternehmen stellt sich schnell heraus, dass alle Branchen die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zu spüren bekommen – von Fluglinien und Autoherstellern über den Finanz- und Bankensektor bis zu digitalen Kommunikationsplattformen, die Interaktion trotz räumlicher Distanzierungserfordernisse ermöglichen. Apple und Amazon werden am häufigsten genannt. Dies rührt vielleicht daher, dass beide Unternehmen wegen COVID-19 Probleme mit ihren Lieferketten hatten und ihre Aufmerksamkeit während dieser Zeit den dringenden Bedürfnissen von Beschäftigten im Gesundheitssektor sowie von Verbrauchern zugewandt haben.

Einblicke auf Unternehmensebene

Während Nexis Newsdesk ein umfassendes Bild der PESTEL-Risiken im Zusammenhang mit COVID-19 darstellt, stärken unsere Due-Diligence- und Risikoüberwachungslösungen Unternehmen, die von Störungen historischen Ausmaßes betroffen sind. Nexis Diligence und Nexis® Entity Insight sind Plattformen, die Risikomanagement-Verantwortliche zur Durchführung von Due-Diligence-Prüfungen oder zur Beobachtung wichtiger Lieferanten befähigen. Wir haben uns 50 Unternehmen in Nexis® Entity Insight angesehen und bei allen ähnliche Trends beobachtet: ein erhöhtes wirtschaftliches, gesellschaftliches und technologisches Risiko. Beispielsweise beziehen sich die „hohen“ und „mittleren“ Risiken, welche die wirtschaftsbezogene Berichterstattung in den letzten 30 Tagen dominieren, auf die Auswirkungen der verordneten Einschränkungen auf die Unternehmen. Mit Entlassungen, Betriebsunterbrechungen und Insolvenz geht es dabei ausschließlich um ernste Themen.

Übersicht von Themen der letzten 30 Tage

Die Coronavirus-Pandemie wird irgendwann zu Ende sein. In der Zwischenzeit werden wir aufkommende Probleme mit unserem COVID-19- und PESTLE-Risikotracker weiter im Auge behalten und Unternehmen weiterhin dabei unterstützen, durch ein verbessertes Risikobewusstsein schneller auf Risiken zu reagieren. Die Grafiken werden etwa alle 15 Minuten aktualisiert. Werfen Sie also regelmäßig einen Blick darauf, um über alle Trends auf dem Laufenden zu bleiben, während die ganze Welt mit der Bewältigung der Corona-Krise beschäftigt ist.

Nächste Schritte:

  1. Schauen Sie sich unseren interaktiven COVID-19 Risikotracker an.
  2. Erfahren Sie, wie Nexis Diligence und Nexis® Entity Insight Organisationen dabei helfen, in schwierigen Zeiten geschickt zu handeln.
  3. Teilen Sie diesen Artikel mit Ihren Kontakten, um die Diskussion aufrecht zu erhalten. Nutzen Sie dazu die unten stehenden Social Media Icons.

Zur Person:

Chris Schneider ist Associated Head of Sales bei der LexisNexis GmbH. Seit über sieben Jahren ist er im Data & Analytics-Umfeld tätig und verfügt über einen großen Erfahrungsschatz hinsichtlich der Betreuung von Compliance-Projekten in der Finanz- und Bankenbranche. Er war bei zahlreichen Corporate-Projekten involviert.

Diesen Blog-Beitrag teilen:


Blog-Alert abonnieren

Wir informieren Sie automatisch
über neue Blogbeiträge.

Blog durchsuchen

Blog durchsuchen