Das Command Center – die universelle Schaltzentrale fürs Unternehmen

Durch Nutzung einer einzigen Plattform Wettbewerbsvorteile sichern

Foto Miki Vayloyan, LexisNexis GmbH

Die Zeit voneinander getrennt agierender Datensilos in Unternehmen und Organisationen geht zu Ende: Auf der letztjährigen FIBEP  – der weltweit größten Veranstaltung für Media Intelligence – zeichnete sich ein klarer Trend zur intelligenten Verknüpfung unterschiedlichster Datenformate ab. Das Command Center steht im Mittelpunkt dieser Entwicklung. Es agiert als zentrale Schnittstelle der Verarbeitung von Informationen und der Steuerung von Kommunikation. Somit entwickelt es sich zur universellen Steuer- und Schaltzentrale mit unbegrenzten Möglichkeiten für nahezu alle Abteilungen und Arbeitsbereiche eines Unternehmens.

Von Big Data über Big Content zu Big Insight

Von bislang eingesetzten Arbeitsmitteln und Werkzeugen unterscheidet sich das Command Center, da es

  • offen ist für heterogene Daten,
  • sowohl interne Daten und Anwendungen (Finanz-, Marketing-, Sales- und Planungsdaten, E-Mails etc.) als auch externe Informationen (Social Media, Internet, Datenbanken u.v.m.) integriert,
  • dank Aggregation, Anreicherung und Visualisierung vielfältiger Daten einen umfassenden Überblick über die individuell gewählten Themenschwerpunkte sowie Prognosen für künftige Entwicklungen ermöglicht.

Durch die Einbindung aller relevanten Datenquellen ist die Verwendung eines Command Centers in nahezu jedem Bereich eines Unternehmens sinnvoll. Einige Beispiele veranschaulichen dessen Vielseitigkeit:

  • Vertrieb: Ein E-Commerce-Unternehmen sieht auf einen Blick, welche Mengen eines Produkts ausgeliefert wurden, wie hoch die Rücksendequote war, welche Themen über das Produkt in sozialen Medien diskutiert wurden.
  • Eventmarketing: Ein Shoppingcenter, das bei der Planung dank Einbindung von Wetterdiensten darauf aufmerksam wird, dass es regnen soll, kann rechtzeitig Marketingaktionen starten und zum Beispiel mit Rabatten einen ansonsten zu erwartenden Besucherschwund an diesen Tagen kompensieren.
  • Geschäftsführung: Für die Planung von Budgets werden Finanzdaten in Korrelation zu Vertriebszahlen und Produktionskosten bzw. weiteren Parametern zueinander gesetzt.
  • Marketing/PR: Reaktionen auf E-Mail-Kampagnen, die auf eine Landingpage verlinken, lassen sich direkt verfolgen und in Parametern wie Return Rate, Unique Visitors, Conversion Rate oder Umsatzentwicklung auf einen Blick darstellen. Aus der anvisierten Zielgruppe lassen sich Influencer herauskristallisieren.
  • Business Development: Die Beobachtung von Medienberichten und die Verfolgung ausgewählter Themen in sozialen Netzen unterstützen den Prozess der Evaluation neuer Geschäftsfelder und Absatzmärkte.
  • Interne Kommunikation: Theoretisch könnte das Command Center 2.0 sogar mit all seinen Funktionen das Intranet ersetzen.

Das sind nur einige ausgewählte Beispiele aus einer Vielzahl denkbarer Einsatzmöglichkeiten. Unternehmen werden zunehmend strategisch entscheiden, welche Daten integriert, und welche Funktionen aktiviert werden. Tendenziell gilt: Je mehr Standardanwendungen zusammengefasst werden, desto effizienter lässt sich der Arbeitsalltag gestalten, weil der einzelne Anwender für die Arbeit mit E-Mails, dem CRM, Programmen zur Planung, Recherche, Marktbeobachtung, Kostenkontrolle oder Kundenkommunikation und weiteren Tools nur noch eine einzige Oberfläche verwendet. Und da die dahinter liegenden Daten intelligent miteinander verknüpft sind, erhält er messbare Informationen, aus welchen sich dank Analyse und Visualisierung schnell Geschäftsentscheidungen ableiten lassen. Aus Big Data wird Big Content. Und aus Big Content wird durch intelligente Analyse Big Insight.

Trends erfassen, nichts verpassen

Das Command Center wird somit zum Gehirn und Zentralnervensystem von Unternehmen und Organisationen: Es nimmt Eindrücke aus der Umwelt auf, bietet einen Überblick über die aktuelle Lage oder konkrete Veränderungen und einen Ausblick darauf, welche Ereignisse voraussichtlich in nächster Zeit eintreffen werden. Damit versetzt es Unternehmen und Organisationen in die Lage, Abläufe zu optimieren, Kunden besser zu verstehen, die zur Verfügung stehenden internen und externen Daten zu verknüpfen, zu analysieren und auszuwerten, und mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen schneller, bessere und erfolgreichere Entscheidungen treffen zu können. Big Data, Big Content und Big Insight verbinden sich dabei zum klaren Wettbewerbsvorteil.


Über die Autorin

Miki Vayloyan ist seit 2013 bei der LexisNexis GmbH beschäftigt und zuständig für den Schweizer und Liechtensteiner Markt. Ihre Beratungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Media Monitoring, Competitive Intelligence und Compliance. Frau Vayloyan ist unter anderem Mitglied im Schweizer Institut für Competitive Intelligence (SCIA) sowie im Westschweizer Ableger SCIA-R.

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