Die überraschenden Kosten des Kostenlosen

Die immateriellen Kosten des Internets & was Sie dagegen tun können

Von klein auf hören wir Sprichwörter wie: Alles hat seinen Preis oder Nichts ist umsonst1. Diese Sprichwörter erfassen die Tatsache, dass einem nur wenige Dinge wirklich kostenlos überlassen werden – es gibt Bedingungen oder zumindest Erwartungen, die daran gebunden sind.

Der englische Aphorismus There's no such thing as a free lunch2 beruht auf ganz konkreten historischen Hintergründen. Mitte des 19. Jahrhunderts boten Gaststätten oftmals ein kostenloses Mittagessen an, um Kunden anzulocken. Die Werbeaktion bestand darin, dass man beim Kauf eines Getränks ein kostenloses Mittagessen erhielt. Natürlich war das Mittagessen nicht wirklich kostenlos.

In ihrem Buch The New Orleans Restaurant Cookbook aus dem Jahr 1967 erklärt Deirdre Stanforth, diese Praxis habe im St. Louis Hotel in New Orleans ihren Ausgang gefunden. Das Hotel bot Geschäftsleuten, die keine Zeit hatten, mittags nach Hause zu gehen, ein kostenloses Mittagessen an. Die salzigen Speisen, wie Braten, Kaviar und Käse, brachten die Gäste, die ein Gratismahl genießen wollten, letztlich dazu, zahlreiche Getränke käuflich zu erwerben. Diese Idee wurde von vielen Bars aufgegriffen, die damit ihre Gäste dazu anregen wollten, noch mehr zu trinken.

Stanforth zufolge handelte es sich bei besagten Speisen zunächst um aufwendige Brotaufstriche aus gebratenem Fleisch, Kaviar, Austern, Kartoffeln und Ähnlichem, die nach und nach auf Aufschnitt, Käse und Brot reduziert wurden. Mitte des 20. Jahrhunderts bestand das kostenlose Mittagessen dann nur noch aus den Brezeln, Kartoffelchips, Erdnüssen und ähnlichem – nach wie vor salzig, aber eben genau die Art von Snacks, die wir heutzutage in einer Bar erwarten.

Schwerwiegende Folgen der Recherche im Open Web

Was für ein kostenfreies Mittagessen gilt, kann auf die Informationsbeschaffung übertragen werden. Wenn wir das kostenlose Internet verwenden, bestehen die Kosten aus Risiko und Zeitaufwand; dem Risiko, Opfer fehlerhafter Informationen oder Daten zu werden, und der Zeit, die man benötigt, um große Datenmengen zu durchforsten, um die relevanten Bestandteile herauszufiltern. Von Journalisten bis zu Analysten müssen viele auf unangenehme Art und Weise lernen, dass es durchaus schwerwiegende Folgen haben kann, wenn man sich ausschließlich auf das Open Web verlässt. Und den Millenials, die mit Google als Recherche-Tool der Wahl aufgewachsen sind, kann man nicht oft genug vor Augen halten, dass die Internetsuche niemals als maßgebliche Informationsquelle gedacht war.

Hier ein paar Vorfälle aus jüngster Zeit:

  • Einige Medien veröffentlichten eine Studie, die zu dem Schluss kam, dass blonde Menschen vom Aussterben bedroht seien3, mussten jedoch hinterher feststellen, dass diese auf einer fehlerhaften Meldung im Internet beruhte.
  • Ein Dokumentarfilm des History Channel, der eine Theorie zum Verschwinden von Amelia Earhart zum Inhalt hatte, die sich auf ein einziges Beweisstück stützte, sorgte für einen Eklat, als dieses kurz nach der Ausstrahlung als Fehldeutung widerlegt wurde.
  • Etliche Journalisten haben bereits aus Versehen Nachrichten weitergeleitet4, die von Satire-Websites stammten.

Kostenlos ist ein erster möglicher Schritt. Aber danach sollten Sie auf Nummer sicher gehen.

Natürlich ist eine kostenfreie Internet-Recherche als Ausgangspunkt zunächst einmal attraktiv. Wenn Sie jedoch die Integrität und Zuverlässigkeit der dort gefundenen Informationen zuverlässig bestätigen möchten, benötigen Sie eine sichere Quelle. Vorzugsweise sollten Sie eine Lösung verwenden, die sichere Informationen aus einer Vielzahl verschiedener Medien sammelt, um ein vollständiges und ausgewogenes Bild zu erhalten. Um in der Vielzahl der verfügbaren Artikel den Überblick zu behalten, sollte die gewählte Recherchelösung über umfassende Filtermöglichkeiten verfügen. Lesen Sie jetzt mehr über die Bedeutung einer bewährten und zuverlässigen Datensammlung.

Das nächste Mal, wenn Sie eine Anfrage in die Google-Suchleiste eingeben (oder an der Bar einen Snack genießen), denken Sie daran, dass nichts im Leben wirklich umsonst ist.

Die Relevanz der richtigen Tools

Drei Optionen, um diese Information sofort anzuwenden:

  1. Lesen Sie unser Whitepaper zum Thema Kampf gegen Fake News!
  2. Erfahren Sie mehr über professionelle Online-Recherche mit Nexis.
  3. Erfahren Sie mehr zur schlechten Recherche und Ihre Folgen.

Quellen

1 On Language; Words Out in the Cold. William Safire, New York Times Magazine, 14. Februar 1993
2 There's No Such Thing As a Free Lunch, Culinary Lore, 2016
3 Blondes 'to Die Out in 200 Years, BBC News, September 2002
4 How Fake News Sites Frequently Trick Big-time Journalists, Jack Murtha, Columbia Journalism Review, 26. Mai 2016

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