3 Tipps für erfolgreiche Datenvisualisierung

Foto Miki Vayloyan, LexisNexis GmbH

„Bei Informationsüberfluss, ist eine Art Informationslandkarte sehr nützlich." Damit bringt David McCandless, Autor und Experte zum Thema Datenvisualisierung, in seinem Vortrag „Die Schönheit der Visualisierung von Daten" ein wichtiges Argument an. Mit einem stetigen Datenfluss, der uns Tag für Tag überschwemmt, fühlen wir uns nicht nur überfordert, als säßen wir im Boot ohne Paddel auf einem Fluss, sondern eher hilflos ausgesetzt auf hoher See. Es sei denn, wir nutzen die richtigen Tools, um irrelevante Daten herauszufiltern und aus den verbleibenden Informationen schlau zu werden.

McCandless setzt Datenvisualisierung mit einer zweiten Sprache gleich. Diese Sprache kann überaus nützlich sein. Nicht nur auf der Jagd nach Erkenntnissen aus Nachrichten- und Firmen-Recherchen, denn Visualisierungen ziehen das Auge an, sondern auch zur einfacheren Wahrnehmung der gewonnenen Informationen. Eine weitere Sprache ist laut McCandless die „Kopfsprache". Dazu gehören Wörter, Zahlen und Pläne. Wenn die Kopf- und Augensprache in Kombination genutzt wird, können Sie das Verständnis verbessern und Muster, Trends sowie Verknüpfungen erkennen, die Ihr Unternehmen betreffen könnten.

Datenvisualisierung: So machen Sie es richtig

Wer hat noch keine Präsentation erlebt, in der überfüllte Folien mit winzigen und schlecht lesbaren Grafiken für Frustration sorgten? Bringen wir es auf den Punkt: Das ist nicht die Schuld des Präsentationsmediums an sich. Das Problem ist, dass wir bei der Erklärung von komplexen Themen zu Extremen neigen:

  • übermäßige Texterläuterungen
  • zu starke Vereinfachungen, um Informationsüberfluss zu vermeiden

Letztendlich kämpfen wir damit, aussagekräftige Ergebnisse zu übermitteln. Die Ergebnisse sind dann eher rein informativ wie in einem Wikipedia-Artikel, als dass wir die entscheidenden Business-Intelligence-Informationen vermitteln. Sogar mit Tools zur Datenvisualisierung kann es schiefgehen. In einem Blogbeitrag warnt Dan Maycock, Innovation & Digital Services Group, dass „Self-Service Business Intelligence auch negative Eigenschaften haben kann. Oft werden interessante Diagramme erstellt, ohne dass man genau erklären kann, warum diese wichtig sind." Wie macht man es also richtig? Wir haben für Sie drei Tipps zusammengestellt, damit Ihre Datenvisualisierung den vorgesehenen Zweck erfüllt.

1. Machen Sie sich mit den Grundlagen der Datenmodellierung vertraut
Auch wenn Sie ein Visualisierungsprogramm nutzen, um die vorliegenden Daten zu strukturieren, müssen Sie die Grundlagen verstehen: Welcher Visualisierungstyp passt zu welcher Analyse? Wie setzen Sie die Daten so in Szene, dass sie eine präzise Geschichte erzählen? Denken Sie daran, dass auf Grundlage der Visualisierung Geschäftsentscheidungen getroffen werden.

2. Wählen Sie die Daten strategisch aus
Wenn es um Nachrichten- und Firmenrecherchen sowie deren Analyse und Datenvisualisierung geht, müssen Sie sich auf die Daten fokussieren, die eng mit Ihren Unternehmenszielen verbunden sind. Denken Sie wie ein Wissenschaftler. Definieren Sie das Problem. Untersuchen Sie die Daten. Erstellen Sie Visualisierungen, die die Auswirkungen, das Ergebnis oder die Lösung identifizieren.

3. Passen Sie die Visualisierungen an Ihr Publikum an
Der Vortrag von McCandless enthielt ein paar sehr bewusst gewählte Visualisierungen, mit denen er das Interesse des Publikums aufrechterhalten konnte. Zum Beispiel wählte er zur Verdeutlichung von Geldausgaben Rechtecke. Um dem Publikum schnell und einfach verständlich zu machen, für welche Zwecke Geld ausgegeben wurde, färbte er die Rechtecke unterschiedlich ein. So lässt sich sogar ein komplexes Thema wie Firmenausgaben, ganz einfach und verständlich visualisieren.

Folgen Sie McCandless Art der Visualisierung. Die Verkaufsabteilung hat andere Prioritäten als die Produktentwicklung. Der Finanzchef benötigt andere Daten als der Marketingleiter. Wenn Sie darüber nachdenken, welche Informationen Ihre Zuhörer benötigen, um Geschäftsentscheidungen zu treffen, dann wissen Sie auch, wie Sie die Präsentation der Daten gestalten müssen, um einen „Wow-Effekt" zu erreichen.

Es steckt viel Arbeit dahinter, die richtigen Informationen zu finden. Stellen Sie sicher, dass sich diese Arbeit lohnt und auch die Darstellung dieser Informationen das bestmögliche Ergebnis erzielt: Interesse und Beteiligung Ihrer Zuhörer.

Was Sie jetzt tun können


Miki Vayloyan ist seit 2013 bei der LexisNexis GmbH beschäftigt und aks Business Development Manager Media Intelligence innerhalb der DACH Region zuständig. Ihr Beratungsschwerpunkt liegt im Bereich der Medienbeobachtung: vom professionellen Monitoring, der Evaluation, zu Analysen und Insights sowie geeigneten Kommunikationskanälen. Als Vorstandsmitglied im Schweizer Verband für Marktbeobachtung, Wettbewerbsanalyse und Strategieplanung (SMWP) wirkt sie außerdem im Westschweizer Ableger ASVIE aktiv mit.


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