Deutsche Handball-Nationalmannschaft: Vom Underdog zum Europameister

Foto Miki Vayloyan, LexisNexis GmbH

Was Medienbeobachtung über die Deutsche Handball Nationalmannschaft verrät

Vor dem EM-Finale sagte der Bundestrainer der deutschen Handball-Nationalmannschaft „Wir sind der Underdog, das liegt uns"1 und er sollte Recht behalten: Die Mannschaft, die kaum jemand als Favoriten wähnte, ist nun Europameister und für Olympia qualifiziert.

Dass tatsächlich niemand mit diesem Sieg gerechnet hat, zeigt auch die Berichterstattung in den deutschen Nachrichten der letzten zwei Monate. Wir haben die Medienberichterstattung über Handball, Andreas Wolff – die Überraschung im EM-Finale – und Carsten Lichtlein, den erfahrensten Spieler im deutschen Team, beobachtet.

Die Berichterstattung über Handball allgemein hielt sich bis Anfang Januar sichtbar in Grenzen. Die deutsche Mannschaft sorgte nur aufgrund des neuen und unerfahrenen Teams, dem niemand große Chancen bei der EM zutraute, für Schlagzeilen. Ende Januar kam dann das Spiel gegen Russland und plötzlich versechsfachte sich die Berichterstattung über die deutsche Mannschaft. Im Finale dann der überraschende Sieg gegen Spanien: Torwart Andreas Wolff hielt 48 % der gegnerischen Würfe und Spanien, der eigentliche Favorit des Wettkampfes, musste den Gegentorrekord in der Geschichte der EM-Finalspiele von 24:17 einstecken.

Das Thema Handball ist in aller Munde und mit beinahe 600 Artikeln in den Medienberichten auf dem Höhepunkt der diesjährigen Europameisterschaft. Torwart Andreas Wolff, die eigentliche Nummer 2 im Tor nach Carsten Lichtlein, gilt als bester Mann des Spiels und auch die grafische Darstellung der Berichterstattungen verdeutlichen den Trubel um seine Person. Durch seine überragende Leistung im Finale ist Andreas Wolff der Name der Handball-Europameisterschaft. „Was halten Sie von Spanien? – Fast alles".2 

Herzlichen Glückwunsch an den Europameister - solche Überraschungen erleben wir gerne!

Grafik zur Medienberichterstattung zur Handball Europameisterschaft

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Über die Autorin

Miki Vayloyan ist seit 2013 bei der LexisNexis GmbH beschäftigt und zuständig für den Schweizer und Liechtensteiner Markt. Ihre Beratungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Media Monitoring, Competitive Intelligence und Compliance. Frau Vayloyan ist unter anderem Mitglied im Schweizer Institut für Competitive Intelligence (SCIA) sowie im Westschweizer Ableger SCIA-R.


http://www.spiegel.de/sport/sonst/handball-em-deutschland-will-spanien-im-finale-bezwingen-a-1074888.html
http://www.sueddeutsche.de/sport/handball-em-was-halten-sie-von-spanien-fast-alles-1.2843625

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