Was können Marketing-Experten von der Fußball-Weltmeisterschaft lernen?

4 Lektionen für Marketing- & PR-Experten

Vive la France! Die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 ist vorbei und wir haben einen würdigen Sieger. Die New York Times schrieb „Frankreich war bei dieser WM die beste Mannschaft – eine Mischung aus Größe, Mut und Glück“.1 Da sich Glück bekanntlich nicht planen lässt, haben wir genauer hingeschaut und konnten 4 Lektionen aus der WM für Marketing- und PR-Experten ziehen.

Auch die Großen können besiegt werden.

Ganz Deutschland litt mit: Der Weltmeister 2014 schied in der Gruppenphase aus und verlor gegen die Underdogs Mexiko und Südkorea. Brasilien – fünffacher Weltmeister – spielte Unentschieden gegen die Schweiz und verlor dann gegen unerwartet Belgien. Solche Überraschungen sind im Sport keine Seltenheit. Und genauso können ein PR-Pitch oder eine Marketing-Kampagne verlaufen. Kleine Firmen dürfen sich von den großen Marken nicht einschüchtern lassen. Egal wie stark die Konkurrenz ist – eine geniale Idee, ein gutes Team oder auch eine Glückssträhne können sie von einem Tag auf den anderen auf die Überholspur bringen.

Das Team gewinnt.

Einzelne Spieler stehen zwar oft im Mittelpunkt der Medien während der WM, aber individuelle Erfolge führen nicht zum Sieg. Das ganze Team muss dafür an einem Strang ziehen und gemeinsam eine erfolgreiche Strategie entwickeln. Luka Modric gewann zum Beispiel den goldenen Ball als bester Spieler der WM. Doch auch der beste Spieler konnte Kroatien nicht den Weltmeistertitel verschaffen. Mit N’Golo Kanté, Paul Pogba, Antoine Griezmann und Kylian Mbappé kommt Frankreich zwar auch in den Genuss von wirklichen Top-Spielern, aber letztendlich hat die Mannschaft gewonnen, weil sie als Team die einzelnen Stärken ausgespielt, Hindernisse gemeinsam überwunden und ihr Ego nicht mit auf den Platz genommen hat. Genauso ist es in unseren Büros: Die Idee einer einzelnen Person kann grandios sein, doch viele Köpfe können diese Idee weiter ausbauen und perfektionieren.

Ein Moment kann alles zerstören.

Heute gefeierter Weltfußballer und morgen Witzfigur der WM? Wenn Sie während der WM die sozialen Netzwerke verfolgt haben, dann sind Ihnen die Posts & Tweets über den teuersten Spieler der Fußballgeschichte, Neymar Jr., wahrscheinlich nicht entgangen. Leider standen diese Posts nicht im Zusammenhang mit seinem fußballerischen Können, sondern seiner hervorragenden Schauspielkünste. Nachdem Neymar während des Turniers mehrfach durch übertriebenes Reklamieren und minutenlangem Herumwälzen nach angeblichen Fouls seiner Gegner aufgefallen ist, äußerte sich Chef-Taktikexperte der FIFA, Marco von Basten mit den Worten: „Es ist generell keine gute Einstellung. Man sollte als Spieler immer versuchen, das Beste rauszuholen. Wenn man zu viel schauspielert, wird jeder verstehen, dass das nicht weiterhilft…“.2

Die Witze über Neymar im Internet scheinen nicht mehr aufzuhören. Doch nicht nur Personen in der Öffentlichkeit können einen Image-Schaden davontragen. Genauso kann eine Firma beispielsweise durch einen Fehltritt oder einen viral gewordenen negativen Social-Media-Post erheblichen Schaden erleiden. Unternehmen sollten daher, bevor sie in solch eine missliche Lage gelangen, ein Social-Listening-Tool implementieren, sowie einen Krisenplan für den Fall eines Social-Media-Sturms ausarbeiten. Social Listening schützt Unternehmen jedoch nicht nur davor, Ihren Ruf zu schützen. Es liefert auch Ideen für neue Kampagnen, mit denen die Marke einen viralen Hit landen könnte. Lidl ist beispielsweise sehr schnell auf den Neymar-Zug aufgesprungen und hat einen kurzen Spot dazu gedreht, welcher über 380.000 Mal geklickt wurde. In einem Facebook-Post wirft Lidl die Frage auf: „Was haben ein gewisser Fußballspieler und viele unserer Preise gemeinsam?“3. Die Antwort folgt im Video nach einigen Neymar-Animationen: „Beide fallen dauerhaft ;-)“.3 Ganz nach dem Motto „Des einen Freud ist des anderen Leid“, war es wohl ein gelungener PR-Gag von Lidl.

Bleiben Sie am Ball.

Augen auf den Ball, Zielen, Schuss und… daneben. Nach jedem Spiel schauen sich die Spieler gemeinsam mit dem Trainer die Aufzeichnung an, um die eigenen Schwächen sowie die Stärken der Gegner zu analysieren, um es beim nächsten Mal besser machen zu können. In Marketing und PR müssen Sie genauso Ihre Hausaufgaben machen. Kennen Sie Ihre unschlagbare Stärke? Kennen Sie die Stärken der Wettbewerber und haben Sie einen Plan, wie Sie an Ihren Schwächen arbeiten können? Nutzen Sie Media-Monitoring-Tools, um mehr über Ihre Marke, Wettbewerber, Resonanz Ihrer Zielgruppe oder ähnliche relevante Themen zu erfahren.

Was Sie jetzt tun können

  1. Lassen Sie sich zu Möglichkeiten des Social Listening und Media Monitoring unverbindlich beraten.
  2. Lesen Sie unseren Blogbeitrag „Soziale Netzwerke – Fluch oder Segen für Unternehmen“ und erfahren Sie mehr über die Chancen und Risiken der Social-Media-Welt.

Quellen

1 The New York Times, How France Won Its Second World Cup Title, 15. Juli 2018
2 Berliner Morgenpost, Van Basten über Neymar-Schauspiel, 12.07.2018
3 Horizont, Wie sich Lidl über Brasiliens Star-Theatraliker lustig macht, 6.07.2018

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