Wie wird sich die PR-Landschaft 2017 verändern?

Über das Spiel mit Validität und Geschwindigkeit

Foto Miki Vayloyan, LexisNexis GmbH

Wir haben den Jahresauftakt zum Anlass genommen, die wichtigsten Trends, Herausforderungen und Veränderungen für Unternehmen und PR-Abteilungen in 2017 zu betrachten. Einige Trends aus 2016 werden sich sicherlich in den nächsten Monaten noch weiterentwickeln. Es ist aber auch die Zeit für neue Ansätze gekommen. Mit den passenden Strategien und Technologien lassen sich 2017 die neuen Entwicklungen zu Ihrem Vorteil ausbauen.

Nachrichten in Höchstgeschwindigkeit

In 2017 wird erwartet, dass die Erstellung von Nachrichten immer schwieriger wird. Denn von Journalisten wird Arbeit in Höchstgeschwindigkeit verlangt. Die neuen Kennzahlen, um ihren Erfolg zu messen, heißen Geschwindigkeit und Produktivität. Die Erwartung, mehrere Beiträge täglich zu produzieren, setzt sie einem enormen Druck aus. So veröffentlicht die Washington Post beispielsweise etwa 1.200 Artikel, Grafiken und Bilder am Tag.

Wie können Autoren in einer Welt, in der Inhalte in Rekordgeschwindigkeit produziert werden, wirklich noch einflussreiche und aussagekräftige Artikel verfassen? Es wird vorausgesetzt, dass sie mit der erwarteten Geschwindigkeit mithalten. PR-Verantwortliche müssen Reporter mit vielen Inhalten für deren Stories versorgen. Sie sollten startklar sein, Journalisten mit kurzen, knackigen Informationen auszustatten, aus denen sich schnell neue Geschichten entwickeln lassen. Eine solche Zusammenarbeit könnte Firmen und PR-Abteilungen befähigen, Nachrichten besser in den Highspeed-Nachrichten-Kreislauf einzuspeisen.

Um immer wieder neue Geschichten in Höchstgeschwindigkeit zu verfassen, werden natürlich sekundenaktuelle Quellen benötigt. Dank Media Monitoring Tools wie LexisNexis Newsdesk® erhalten Sie Informationen in Echtzeit. Ihr persönliches Dashboard lässt sich auf für Sie relevante Themen anpassen, damit Ihnen nichts entgeht. Spannende Neuigkeiten, aus denen Journalisten neue Geschichten entwickeln können, werden einfach durch wenige Klicks per E-Mail an die ausgewählte Empfängergruppe copyright-konform weitergeleitet.

Medienbeobachtung mit LexisNexis Newsdesk 

Gewissenhaftes Arbeiten der PR-Verantwortlichen

Fake News und „alternative Fakten" sind seit der Donald-Trump-Ära in aller Munde. Falsche Online-Meldungen sind schon fast zur Gewohnheit geworden und es wird immer schwieriger, wahre von falschen Meldungen zu unterscheiden. So sprach Donald Trump beispielsweise erst vergangene Woche von einem angeblichen Anschlag in Schweden, den es nie gegeben hat.Während es wahrscheinlich ist, dass die Nachrichten-Zirkulation weiter beschleunigt wird, gibt es auch einen Trend, demzufolge das Verlangen der Herausgeber nach wirklich faktenbasierten Artikeln steigt. 2016 war geprägt von Falschmeldungen und überraschenden Wendungen. Es begann direkt am 1. Januar, als die Übergriffe in der Silvesternacht in Köln verharmlost und die Lage als weitgehend entspannt beschrieben wurde. Eine andere falsche Nachricht besagte, der Papst würde angeblich Donald Trump unterstützen. Fake News und „alternative Fakten" sind seit der Donald-Trump-Ära in aller Munde. Falsche Online-Meldungen sind schon fast zur Gewohnheit geworden und es wird immer schwieriger, wahre von falschen Meldungen zu unterscheiden. So sprach Donald Trump beispielsweise erst vergangene Woche von einem angeblichen Anschlag in Schweden, den es nie gegeben hat. Um weitere „Fake News" zu vermeiden, sind Reporter mehr denn je an tiefergehenden Informationen interessiert.

Um Unternehmen oder Kunden im richtigen Licht dastehen zu lassen, sind PR-Verantwortliche auf verlässliche Quellen und Informationen angewiesen. Die Identifizierung von validen Fakten und die Vermeidung von Falschmeldungen sind zu einem Hauptbestandteil der PR-Aufgaben geworden, denn die Publikation von Falschmeldungen kann schwere Reputationsschäden mit sich ziehen. Sowohl für die Person oder das Unternehmen, über die Falschmeldungen veröffentlicht werden, als auch für den Herausgeber, der dann als nicht vertrauenswürdig angesehen wird. Für PR-Experten ist klar, dass sie diejenigen sind, die die Fake-News-Krise bewältigen müssen. Eine Umfrage der PR News Online zeigte, dass 77 % der PR-Firmen besorgt sind, Fake News aus Versehen zu verbreiten. Aus Kundensicht sind es 62 % der Leser, die Bedenken haben, dass die Informationen falsch sein könnten.

Aber wie ist diese Anforderung an wahrheitsgemäße Nachrichten vereinbar mit der ebenfalls verlangten hohen Informationsgeschwindigkeit? Genau das wird die Herausforderung in 2017 sein: Einen Kompromiss zwischen Nachrichten in Höchstgeschwindigkeit und dennoch Meldungen basierend auf validen Fakten zu finden. Eben diese Höchstgeschwindigkeit in Zeiten des Internets ist auch das Problem bei Falschmeldungen. Fake News werden innerhalb kürzester Zeit zu weit verbreiteten angenommenen Wahrheiten. Das PewResearchCenter veröffentlichte Daten aus 2016, aus denen hervorging, dass 16 % der Amerikaner Fake News verbreitet haben und erst später bemerkt haben, dass es eigentlich Falschmeldungen waren. 14 % haben Fake News gar absichtlich weiterverbreitet.

Die Anfälligkeit von freien Suchmaschinen für Fake News

Freiverfügbare Suchmaschinen wie Google sind besonders anfällig für Falschmeldungen, denn Algorithmen setzen die Meldung auf die erste Seite, die am beliebtesten ist. Wenn also eine Falschmeldung sehr häufig gelesen und geteilt wurde, kann es durchaus sein, dass sie das Google-Ranking anführt. Freiverfügbare Suchmaschinen sind heute für jedes Unternehmen ein nützliches Werkzeug. Studenten wachsen mit Google auf und schätzen die einfache und schnelle Beschaffung von Informationen. Doch gerade Studenten benötigen für ihr Studium und ihre wissenschaftlichen Arbeiten vertrauenswürdige Quellen, und müssen Falschmeldungen ausschließen können.

In einer Studie der Stanford History Education Group wurden 7.800 Studenten befragt. Laut dem verantwortlichen Professor Sam Wineburg glaubten viele Menschen, die heutigen „Digital Natives" würden sich so gut mit dem Internet auskennen, dass sie Falschmeldungen leicht identifizieren könnten. Doch die Studie zeigt: Eine professionelle Recherchedatenbank ist auch für die Generation der Digital Natives von großer Wichtigkeit.

Bewältigung von Fake News oben auf der Agenda

Fake News werden schon lange nicht mehr als unwichtiger Trend betrachtet. Die BBC hat eine neue Abteilung geschaffen, die sich damit beschäftigt, Informationen auf Validität zu überprüfen. Technologie-Konzerne wie Facebook oder Google führen ebenfalls Initiativen durch, um Falschmeldungen den Kampf anzusagen. Um es mit den Worten von Apple CEO Tim Cook zu sagen: „Falschmeldungen zerstören unseren Verstand".

Nach dem Brexit und der amerikanischen Präsidentschaftswahl, ist das Interesse an Online-Statements und Data Driven Political Marketing besonders hoch. Die bevorstehenden Wahlen vor Augen, im September in Deutschland und in vielen weiteren europäischen Ländern wie den Niederlanden im März oder Frankreich im April und Mai, steht es nun zur Debatte, wie Wähler am besten erreicht und aktiviert werden können. Auch hier sollen Fake News vermieden und Neuigkeiten zu den Wahlkampfkandidaten fast in Echtzeit herausgegeben werden. Doch gleichzeitig soll eine Beziehung zum Publikum aufgebaut werden. Arron Banks, einer der größten Geldgeber und Befürworter für den Brexit, sagte den Journalisten: „Die Kampagne enthält Fakten, Fakten und noch mehr Fakten. Das allein funktioniert nicht. Ihr müsst eine emotionale Beziehung zum Publikum aufbauen. Das ist der Trump Erfolg!" Medienbeobachtungs-Tools liefern nicht nur valide Fakten, sonders zeigen auch, welche Trends und Themen die Zielgruppe interessieren. Gerade im Zeitalter von

sozialen Medien ist eine Echtzeitbeobachtung besonders wichtig.

So meistern Sie die neuen Herausforderungen

Die Komplexität von PR in 2017 wird auf den harten Erfahrungen aus 2016 basieren. Mit der richtigen Ausstattung und Vorbereitung werden Sie in der Lage sein, die Herausforderungen zu meistern. Wir stehen nun vor der Situation, dass Ihre IT-Vorkehrungen die Maßnahmen zur Relevanzsteigerung Ihrer PR tatsächlich stärken können. Eine Media-Intelligence-Lösung, die mit der hohen Geschwindigkeit der Verbreitung von Nachrichten standhalten kann, gibt Ihnen tiefgehende Einblicke in weltweite Geschehnisse und ermöglicht Ihnen, dem Wettbewerb einen Schritt voraus zu sein. Gerade heutzutage ist Medienbeobachtung wichtiger als je zuvor. Denn Falschmeldungen verbreiten sich in Windeseile im Internet. Jedes Unternehmen muss seine Marke in den Medien genauestens im Auge behalten, damit Fake News gestoppt werden können, bevor sie den Ruf schädigen.

Die richtige Technologie kombiniert mit schnellen Reaktionen und faktenbasierten Informationen kann Ihr Team für 2017 richtig aufstellen.

Im folgenden Video können Sie einen Blick ins Tool werfen und sehen, wie LexisNexis Newsdesk® funktioniert:

Die Experten vom PR-Gateway-Blog haben unter anderem diesen Blogbeitrag für die Studie „PR-Megatrends 2017" herangezogen.


Zur Person

Miki Vayloyan ist seit 2013 bei der LexisNexis GmbH beschäftigt und as Business Development Manager Media Intelligence innerhalb der DACH Region zuständig. Ihr Beratungsschwerpunkt liegt im Bereich der Medienbeobachtung: vom professionellen Monitoring, der Evaluation, zu Analysen und Insights sowie geeigneten Kommunikationskanälen. Als Vorstandsmitglied im Schweizer Verband für Marktbeobachtung, Wettbewerbsanalyse und Strategieplanung (SMWP) wirkt sie außerdem im Westschweizer Ableger ASVIE aktiv mit.


Quellen

Das Jahr der falschen Nachrichten, faz.net, 31.12.2016
Trump und der Papst – die schlimmste Lüge im Wahlkampf, tagesanzeiger.ch, 17.11.2016
Top Five B2B Public Relations and Social Media Predictions for 2017, from Affect, businesswire.com, 19.12.2016
5 Key PR Trends to Watch in 2017, prnewsonline.com, 16.12.2016
Many Americans Believe Fake News Is Sowing Confusion, Pew Research, Center, 15.12.2016
Stanford researchers find students have trouble judging the credibility of information online, Stanford, 22.11.2016
Apple CEO Tim Cook: Fake News is Killing People's Minds, Fortune, 13.02.2017
Donald Trump inspired Brexit campaign because facts don't work, Independent, Juni 2016

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