Barack Obama: 99, Justin Bieber: 92, Boris Becker: 86 - Wer hat welchen Einfluss?

Teil 2 der Reihe „Die Klasse aus der Masse ziehen – Welche Global Media sind für Sie besonders wichtig?“

Foto Miki Vayloyan, LexisNexis GmbH

Außer einem hohen Bekanntheitsgrad haben diese drei Prominenten vermutlich nur noch eine weitere Gemeinsamkeit: Sie verfügen über einen extrem hohen Klout Score. Sie kennen den Klout Score nicht? Es handelt sich dabei um eine Maßeinheit für den Einfluss, den Online-Nutzer in sozialen Netzwerken haben. Er rangiert auf einer Skala von 1 bis 100. Obama, Bieber und Becker haben mit 99, 92 und 86 Punkten demnach einen sehr hohen Einfluss.

Über die „Fähigkeit, andere zum Handeln zu bewegen"

Doch was ist genau Einfluss? Die Firma Klout, die diesen Dienst anbietet, definiert ihn mit der „Fähigkeit, andere zum Handeln zu bewegen". Diese Eigenschaft wird wiederum anhand der Aktivitäten und den darauf folgenden Reaktionen sowie weiteren rund 400 Signalen aus acht verschiedenen Netzwerken ermittelt. Zwar ist der Klout Score nicht unumstritten, aber er findet immer größere Beachtung bei Marketing- und Kommunikationsprofis.

Zugegebenermaßen unterscheiden sich der US-Präsident, der kanadische Sänger und die deutsche Tennis-Legende in ihrem Wirkungskreis, auf den sie Einfluss nehmen. Dennoch sind alle drei unbestritten Influencer und somit interessant für Marketing- und Medienprofis.

Mithilfe des Klout Scores können diese bei der Bewertung der Suchergebnisse von Social Media Quellen feststellen, wer welchen Einfluss hat, wer etwas verändern und wer andere zum Handeln bewegen kann.

Genau darin liegt die Herausforderung für Marketingfachleute, Kommunikatoren, Competitive Intelligence Experten und andere Berufsgruppen beim täglichen Media Monitoring: Wie lassen sich die geeigneten Quellen finden und aus der Masse an Daten die relevanten Informationen möglichst schnell herausfiltern?

Influencer im Global-Media-Dickicht identifizieren

Im Zeitalter von Social Media und Big Data wird die Suche nach den „geeigneten" Influencern mit wachsendem Datenpool immer aufwändiger. Hinzu kommt, dass sich das Influencer-Marketing zu einem wichtigen Standbein innerhalb des digitalen Marketings entwickelt, was eine Systematik bei der Suche erforderlich macht. Weil Tools wie der Klout Score schnelle Ergebnisse liefern, empfiehlt es sich, sie in das Portfolio zu integrieren und sie gezielt für die Auswertung von Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen einzusetzen. Mit diesem Thema kommt zu den beiden Funktionen für die Datenfilterung, die ich Ihnen in meinem vorausgehenden Blog vorstellte, eine dritte hinzu, die Sie dabei unterstützt, die Klasse aus der Masse zu ziehen. Im nächsten Blog verrate ich Ihnen dann, wie Sie Social-Media-Quellen effizienter überwachen können. Ich freue mich auf Ihren Besuch!

Übrigens: Der internationale Klout Score-Durchschnitt liegt derzeit bei etwa 40. Angela Merkel hat 52, Sigmar Gabriel 64, Alexis Tsipras 45. Edmund Stoiber (Motto: „Laptop und Lederhose") liegt gerade mal bei 27. Einen hohen Wert als Influencer im Netz muss man sich über einen längeren Zeitraum hinweg hart erarbeiten.


Über die Autorin

Miki Vayloyan ist seit 2013 bei der LexisNexis GmbH beschäftigt und zuständig für den Schweizer und Liechtensteiner Markt. Ihre Beratungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Media Monitoring, Competitive Intelligence und Compliance. Frau Vayloyan ist unter anderem Mitglied im Schweizer Institut für Competitive Intelligence (SCIA) sowie im Westschweizer Ableger SCIA-R.

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