Medienbeobachtung gibt Einblicke in Wahlkampfkampagnen der Demokraten

Nachdem Bernie Sanders zum Gewinner der letzten demokratischen Debatte vor den Vorwahlen in Iowa erklärt wurde, entschuldigte sich der amerikanische Fernsehsender CNN dafür, einer der großen Nachrichtensender zu sein, der diesem geglaubten Außenseiter Bernie Sanders nicht genug Aufmerksamkeit widmete. Er galt als jemand, der Hillary Clinton niemals einen harten Wettkampf bieten würde. Jedoch hat sich das jetzt geändert. Nach seiner offensiven Rede während der Debatte und seinen steigenden Umfragewerten in Iowa und New Hampshire scheint es, als hätte Bernie Sanders den anderen Demokraten und Republikanern etwas von der Medienaufmerksamkeit genommen und sorgte nun für Schlagzeilen, die sonst den anderen Kandidaten gegönnt waren.

Grafik zur Medienberichterstattung der Top US Wahlkampfkandidaten

Sanders zieht zwar noch nicht so viel Medienaufmerksamkeit auf sich, wie Clinton oder der Spitzenreiter der Republikaner Donald Trump, aber es ist eine eindeutige Aufwärtsentwicklung erkennbar. An dem „Share of Voice" Diagramm lässt sich erkennen, dass während Martin O'Malleys Medienaufmerksamkeit weiterhin niedrig ist, die Häufigkeit der Berichterstattung über Sanders immer näher an Clintons Mediendominanz heran kommt.

Mediendominanz der demokratischen Wahlkampfkandidaten


Wie konnte Sanders diese Anhängerschaft ohne die Hilfe von traditionellen Medien für sich gewinnen?

Wenn man die Medienberichterstattung in Quellen unterteilt, wird deutlich, dass Sanders eine beträchtliche Aufmerksamkeit in Online-Nachrichtenquellen genossen hat, was bis vor kurzem seine Hauptquelle im Bereich Medienpräsenz war. Die Entwicklung der Medien zeigt, dass Sanders nun auch sehr präsent in Broadcast Medien ist.

Sanders in den Medien der letzten 100 Tage

Sanders in den Medien der letzten 30 Tage 

Besonders beliebt ist Sanders bei der „Generation Y", die sich weniger durch traditionelle Medien, sondern eher durch YouTube und andere Social Media Kanäle auf dem Laufenden hält, und für die eine Welt ohne Smartphone fast unvorstellbar ist.

CNN weist darauf hin, dass „obwohl sie schon öfter eines besseren belehrt wurden, sich viele Berichterstatter und Reporter immer noch an die unerschütterliche und gängige Meinung über den traditionellen Wahlkampf klammern und dabei oft die Realität vor Ort und die Macht des Online Publikums ignorieren." Sanders letzte Wahlkampf-Kampagne versetzte die Medien in Aufruhr und jetzt wo er auf dem Medien Radar aufgetaucht ist, wird es interessant sein, zu sehen, was als nächstes passiert. Bis nach Philadelphia und dem Demokratischen Parteitag ist es noch eine weite Reise und wir werden am Puls der Zeit bleiben und Sie auf dem Laufenden halten – also kommen Sie gerne zurück!


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Über die Autorin

Miki Vayloyan  ist seit 2013 bei der LexisNexis GmbH beschäftigt und zuständig für den Schweizer und Liechtensteiner Markt. Ihre Beratungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Media Monitoring, Competitive Intelligence und Compliance. Frau Vayloyan ist unter anderem Mitglied im Schweizer Institut für Competitive Intelligence (SCIA) sowie im Westschweizer Ableger SCIA-R.

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