Infocamp an der HTW Chur

Ekaterina Vardanyan

Von Open Data, über Datenjournalismus bis Data und Text Mining.

Am 2./3. Oktober 2015 fand an der HTW Chur bereits das 4. InfoCamp statt. Das InfoCamp 2015 stand unter dem Motto „Data: Forschungsdaten, Open Data, Linked Data, Metadaten, Datensicherheit, Datenschutz, Datenmanagement, Daten Repositorien, Big Data, Data Mining, Datenjournalismus…" und folgte dem mittlerweile bewährten Konzept einer Unkonferenz. (Bei einer Unkonferenz leiten Impuls-Referate zu einem ausgewählten Schwerpunktthema die Veranstaltung ein. Anschliessend definieren die Teilnehmer in einer Plenumsdiskussion Themen für Sessions und diskutieren diese in offenen Workshops.) Eine Besonderheit des Infocamps besteht auch darin, dass Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlichster Fachrichtungen und Communities zusammentreffen und sich über die Grenzen ihrer Bereiche hinaus austauschen können. Dabei gilt jede(r) Teilnehmer/In als Experte.

Das Organisationsteam des Schweizerischen Instituts für Informationswissenschaft (SII) freute sich auch dieses Jahr über zahlreiche Teilnehmer aus verschiedenen Regionen der Schweiz und aus Deutschland.

Erster Konferenztag

Am Freitag startete Beat Estermann (Opendata.ch) mit dem ersten Impulsreferat zum Thema Open GLAM in der Zeit der Big Data. Er wies auf eine hohe Bedeutung der Opendata-Initiative hin und skizzierte die wichtigsten Verfahren und Möglichkeiten, InfoCamp HTW Chur - Auswahl der Themenwie Museen, Archive, Bibliotheken und andere Gedächtniseinrichtungen ihr Gesamtgut an die breite Öffentlichkeit tragen und untereinander verbinden können. Seinen Vortrag schloss er ab mit dem Aufruf an die Teilnehmer/Innen: „Let`s do it!".

Der zweite Referent, Najko Jahn, kam aus Deutschland (UB Bielefeld) und berichtete über die Projekte zu Open Government Data und die Rolle der Universitätsbibliotheken.

Dem Thema „Datenmanagement" widmete sich der Goldsponsor des Infocamps – die Firma CMI. Im letzten Vortrag des ersten Konferenztages erzählte Barnaby Skinner (Tages-Anzeiger) über die Entstehung einer Story im Datenjournalismus.

Die spannenden Vorträge befruchteten die anschliessenden sechs Diskussions-Sessions. Als Themen wurden unter anderem Data Life Cycle Management, Open Data Tools, Herausforderungen bezüglich Open Data für Informationseinrichtungen, Kompetenzen zur Nutzung offener Daten sowie Open GLAM Metrics ausgewählt.

Der gelungene erste Tag fand einen geselligen Ausklang zuerst in einem Apero an der HTW Chur und ferner dem gemeinsamen Abendessen im historischen Zentrum der Graubündner Hauptstadt.

Zweiter Konferenztag

Am Samstag versammelten sich die Teilnehmer wieder in einem Plenum, um den letzten InfoCamp HTW Chur - Empfang am Freitag Konferenzvortrag anzuhören und über die Workshopsthemen zu entscheiden. Prof. Albert Weichselbraun (HTW Chur, SII) erörterte moderne wissenschaftliche Verfahren von Text and Data Mining und stellte ausgewählte aktuelle Projekte des Schweizerischen Instituts für Informationswissenschaft vor. In den drei parallel stattfindenden Sessions diskutierten die Teilnehmer/Innen über Kontextualisierung von Daten, Open Data und Nutzung von Open Data durch GLAM-Institutionen.

Für den Kaffee und Stärkung zwischendurch wurde an beiden Tagen dank den Sponsoren gut gesorgt. Die Rückmeldungen der Teilnehmer/Innen zur Konferenz waren sehr positiv und ermutigten das Organisationsteam, über das nächste (bereits fünfte) Infocamp wieder nachzudenken.


Ekaterina Vardanyan ist Informationswissenschaftlerin und Bibliothekarin. Sie hat von 2012 bis August 2015 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft SII gearbeitet und ist aktuell als Lehrbeauftragte und wissenschaftliche Projektmitarbeiterin in zahlreichen Forschungsprojekten an der HTW Chur tätig.

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