Internationaler Tag der Bildung: Besserer Zugang zu Lerntechnologie unerlässlich

02.03.2022 von LexisNexis GmbH

Die Vereinten Nationen haben den Internationalen Tag der Bildung1 erstmals am 24. Januar 2019 begangen und dabei auf die entscheidende Rolle der Bildung für die „Gleichstellung der Geschlechter und die Durchbrechung des Armutskreislaufs, der Millionen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zurücklässt“ aufmerksam gemacht. Nur wenige konnten ahnen, dass die Welt ein Jahr später am Abgrund einer globalen Pandemie steht. Während Länder rund um den Globus sich gerade von den vergangenen 24 Monaten erholen, macht der diesjährige Internationale Tag der Bildung auf die durch die Pandemie verursachten Lerndefizite aufmerksam und weist darauf hin, wie gleicher Zugang zu Lerntechnologien die Bildung für alle demokratisiert.

Internationaler Tag der Bildung

Lebenseinkommen in Höhe von 17 Billionen US-Dollar stehen durch Lerndefizite auf dem Spiel

Nach einem Bericht der Weltbank, der UNESCO und der UNICEF2 waren weltweit 1,6 Milliarden Kinder von Schulschließungen und der anschließenden Umstellung auf Fernunterricht betroffen, mehr als 66 % davon in ressourcenarmen Ländern. Werden die gegenwärtigen Lerndefizite nicht wieder aufgeholt, kann es zu einer Verringerung der zukünftigen Einkünfte für eine ganze Generation kommen, die etwa 14 % des weltweiten BIP ausmacht.

Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen tun sich schwerer damit, effektive Möglichkeiten zum Fernunterricht anzubieten. Das ist vor allem Problemen in der Infrastruktur geschuldet– von unzureichenden Stromnetzen bis hin zu unzuverlässigen oder nicht vorhandenen Internetdiensten. Der Bericht kommt auch zu dem Ergebnis, dass auch Länder mit hohem Einkommen nicht immun gegen Lerndefizite sind. In den Niederlanden beispielsweise führte eine achtwöchige Schließung der Schulen zu Lernausfällen im Umfang von 20 % des Schuljahrs.

Schüler aus marginalisierten Bevölkerungsgruppen haben stärker unter dem fehlenden Zugang zu Bildungstechnologien gelitten. In Großbritannien hatten Schüler aus benachteiligten Verhältnissen im Vergleich zu begünstigten Altersgenossen 50 % größere Lerndefizite im Lesen. In ähnlicher Weise wurden bei Beurteilungen der Lernleistungen in den USA durch die Bank Lerndefizite sowohl im Lesen als auch in Mathematik festgestellt. Die größten Defizite waren bei „historisch marginalisierten und wirtschaftlich benachteiligten“ Schülern und Studierenden in städtischen wie ländlichen Umgebungen zu verzeichnen.

Universitäten verzeichnen Rückgänge bei Immatrikulationen und akademischen Forschungsergebnissen

Im Bericht wird ferner angemerkt, dass sich die Lerndefizite nicht auf die frühkindliche Bildung, auf Grundschulen und weiterführende Schulen beschränken. Mehr als 220 Millionen Studierende an Hochschulen waren von der Pandemie betroffen. In den meisten Ländern sank die Zahl der Studierenden nur um einen einstelligen Prozentsatz, jedoch verzeichneten 14 Länder Rückgänge bis 20 %. In Armenien, Venezuela und Ungarn war der Rückgang bei Immatrikulationen mit 21 % bis 40 % noch viel stärker ausgeprägt.

Die Überwindung der digitalen Kluft wird einen großen Beitrag dazu leisten, in Zukunft einen gerechten Zugang zu Bildungsressourcen zu gewährleisten – und das nicht nur, um bei krisenhaften Ereignissen flexibel reagieren zu können. Ein besserer Zugang zu digitalen Lerntechnologien verbessert den Zugang zu Bildung für Kinder, Jugendliche und erwachsene Lernende gleichermaßen.

Das ist besonders wichtig, weil die Flexibilität des Fernunterrichts ein starker Faktor für Chancengleichheit ist. Mit Zugang zu Bildung – jederzeit und überall – können mehr Menschen die Fähigkeiten erlernen und die Abschlüsse erwerben, die ein besseres Leben möglich machen. Zugleich unterstützt ein solcher Zugang wissenschaftliche Forschung, Data Science und KI-Innovationen, die dazu beitragen können, die UN-Nachhaltigkeitsziele3 zu erreichen und die Welt für alle besser zu machen.

Nächste Schritte:

  1. Erfahren Sie mehr über Nexis® Uni und Nexis® Data Lab, unsere Recherchetools für die akademische Forschungsprojekte.
  2. Für einen Überblick über die wichtigsten Trends für die Hochschulbildung in 2022 lesen Sie außerdem unser Whitepaper "Trend Outlook 2022 - A Transformative Time Ahead for Higher Education".

Quellen:

1 International Day of Education, en.unesco.org, 24.01.2022
2 Learning losses from COVID-19 school closures could impoverish a whole generation, en.unesco.org, 06.12.2021
3 RELX SDG Resource Centre, sdgresources.relx.com

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