Compliance-Risiken vorbeugen

In Zukunft werden viele Compliance-Themen immer mehr miteinander verschmelzen. Nur ein interdisziplinärer Austausch der Bereiche miteinander führt zur erfolgreichen Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität. Compliance-Beratung sollte daher als Treiber für ein „sauberes" und nachhaltiges Geschäft betrachtet werden, nicht als Geschäftsverhinderer.

In diesem Webinar, das sich speziell an Fach- und Führungskräfte aus dem Bereich Compliance richtet, spricht Sabine Engel, selbstständige Beraterin und Coach für Compliance im KMU-Umfeld, über mögliche Risiken im Zusammenhang mit Compliance, mit Fokus auf Compliance im Mittelstand.

Wir haben die Teilnehmerfragen aus dem Webinar für Sie zusammengefasst und stellen auch gerne die Präsentationsunterlagen zur Verfügung.

Die Schwerpunkte des Webinars sind:

  • Welche Risiken gibt es?
  • Was sollte im Fokus meiner Betrachtung stehen: meine Kunden, meine Geschäftspartner, meine Mitarbeiter meine Produkte und meine Märkte?
  • Welche kritischen rechtlichen Anforderungen gibt es: Anti-Trust, Embargos, Korruption, Betrug und Geldwäsche?
  • Was passiert bei Rechtsfolgen: persönliche und Unternehmenshaftung?
  • Welche Abgrenzung gibt es zu den Themen wie IT-Sicherheit, Datenschutz, HR und Risikocontrolling oder Nachhaltigkeit?

Referentin & Moderator

Referentin:

Foto Sabine Engel, Compliance Consult

Sabine Engel ist seit 2014 als selbstständige Beraterin & Coach für Compliance im KMU Umfeld tätig. Davor begleitete sie über fünf Jahre als Senior Compliance & Risk Officer bei der UBS Real Estate Kapitalanlagegesellschaft die Funktionen des Geldwäsche- und Compliance-Beauftragten sowie des Operational Risk Officers der Gesellschaft und war acht Jahre für eine Unternehmensberatung auf diversen Projekten zum Aufbau von Compliance-Organisation und Prozessen tätig.

Moderator:

Salvatore SaporitoSalvatore Saporito ist Business Development Manager Risk & Compliance und seit 2003 bei der LexisNexis GmbH. Er studierte an der Universität zu Köln Wirtschaftswissenschaften (Betriebswirtschaftslehre) mit dem Abschluss Diplom-Kaufmann. Er ist Mitglied im Deutschen Institut für Compliance (DICO), im österreichischen Compliance Praxis Netzwerk sowie im American + British Chamber of Commerce. Salvatore Saporito ist regelmäßig Referent zum Thema Geschäftspartnerüberprüfung.

Salvatore Saporito, geboren 1975, ist verheiratet, Vater von zwei Töchtern und lebt mit seiner Familie in Köln.

Ihre Fragen aus dem Webinar beantwortet von Sabine Engel und Salvatore Saporito

Wir haben für Sie die Fragen und Antworten aus unserem Webinar über Compliance-Risiken im Mittelstand mit Sabine Engel, selbstständige Beraterin & Coach für Compliance im KMU-Umfeld, zusammengefasst. Bei weiteren Anfragen, können Sie gerne mit uns Kontakt aufnehmen.

Lesen Sie auch den Blogbeitrag von Sabine Engel: Über die effiziente Implementierung eines Compliance-Management-Systems (CMS)


Wie schaffe ich es, dass sich eine Geschäftsführung eines kleinen Unternehmens mit dem Themenkomplex Compliance befasst?

Engel: Compliance hat nicht nur etwas mit Regelkonformität zu tun. Compliance ist ein operatives Risiko und Risiken sollte ein Unternehmer, egal wie groß das Unternehmen ist, kennen, um ihnen auch entsprechend begegnen zu können.

Letztendlich dient das Risikomanagement der Kosteneinsparung, denn Compliance-Verstöße eines Unternehmens gehen immer einher mit Kosten (Strafzahlungen, Regressansprüche, Entschädigungen aber auch anwaltliche Beratungs- sowie Verteidigungs- und Auseinandersetzungskosten) und meist dann auch noch mit Ertragseinbußen (z. B. durch Auftragsverlust, Auftragssperre oder Abschöpfung von Gewinnen).

Compliance ist aber auch als strategischer Erfolgsfaktor zu sehen. Etablierte Compliance-Strukturen ermöglichen es einem Unternehmen sich von Mitbewerbern absetzen, Vorreiterrollen im Markt einzunehmen, die Kundenakzeptanz zu erhöhen, aber auch attraktiver für neue Mitarbeiter werden, um so Aufträge zu sicher und Geschäftsbeziehungen aus- und aufzubauen.

Und Compliance hat nicht nur den Fokus „das Unternehmen als Täter" und damit der Strafvermeidung. Compliance umfasst auch den Aspekt selbst „Opfer" (z. B. durch Mitarbeiter-Diebstahl / Veruntreuung, Ausnutzung von Betriebsgeheimnissen, externe Betrüger etc.) zu werden und damit der Kostenreduzierung.

Welcher Aspekt, sich mit dem Thema Compliance auseinanderzusetzen, für Sie im Vordergrund steht, wissen Sie am besten.

Wie beurteilen Sie die Forderung, dass Compliance nicht nur kommuniziert und geschult werden, sondern auch vorgelebt werden sollte?

Engel: Die Forderung beurteile ich als wesentlich. Um Regeln und Sorgfaltspflichten einhalten zu können, muss man sie zwar kennen und anzuwenden wissen, aber das Vorleben und die Integration in das tägliche Geschäft und Handeln stehen an erster Stelle.

Compliance ist ganz klar Chefsache und Kern der Compliance ist die Bereitschaft der Unternehmensführung und der Führungskräfte regelkonformes Verhalten vorzuleben und damit die Kultur und das Wertverständnis innerhalb des Unternehmens nachhaltig zu etablieren.

Wie beurteilen Sie die zukünftige Entwicklung der Compliance Management Prozesse in eher mittelständisch geprägten Unternehmen?

Engel: Compliance ist und wird weiter ein Thema auch für mittelständisch geprägte Unternehmen bleiben und damit auch das Compliance Management im Unternehmen. Dabei ist es essentiell zu wissen und zu erkennen, wo die jeweiligen Risiken liegen und wie man ihnen begegnen will. 

Auch wenn mittlerweile große Konzerne von Zuliefern und Unternehmen, mit denen sie Geschäfte machen, ihre eigenen Standards abverlangen, so heißt das nicht, dass diese Compliance-Standards und Vorgaben auch so von klein- und mittelständischen Unternehmen übernommen werden müssen.

Compliance und damit auch das Management ist sehr individuell und im Mittelpunkt steht die Risikoorientiertheit und Angemessenheit der Prozesse. Jedes Unternehmen hat spezifische Risiken. Diese gilt es zu ermitteln, um so ein angemessenes Risikomanagement aufbauen zu können.

„Viel hilft viel" ist hier das falsche Sprichwort. Schlanke, verständliche und auf die Unternehmensart und -größe abgestimmte Prozesse, die nachhaltig im Unternehmen gelebt werden sind das Ziel.

Bietet die Compliance-Lösung von LexisNexis nicht nur eine Entscheidungsgrundlage sondern auch eine Entscheidungsunterstützung im Hinblick auf nachvollziehbare Entscheidungen oder auch im Hinblick auf einen abgestuften Genehmigungsprozess, nachdem z. B. ein Geschäftspartner grün, gelb, oder rot eingestuft wurde?

Saporito: Lexis Diligence® bietet die Möglichkeit, den Kernbedarf der Hintergrundrecherche im Rahmen der Geschäftspartnerüberprüfung abzudecken. Anhand der Suchergebnisse, die in einem Report dokumentiert werden können, kann eine valide Entscheidungsgrundlage geschaffen werden, welche maßgeblich für weitere Schritte in Bezug auf die Beurteilung eines Geschäftspartners herangezogen werden kann. Allerdings bietet LexisNexis durch seine Lösungen im Bereich Geschäftspartnerüberprüfung keine Unterstützung im Hinblick auf Handlungsanweisungen, Risikoeinschätzung der Geschäftspartner, Beratung der nächsten Schritte und ähnlichem an.


Bei weiteren Fragen zu den Know Your Customer-Lösungen von LexisNexis können Sie gerne mit uns Kontakt aufnehmen.

Foto Sabine Engel, Compliance ConsultSabine Engel
Compliance Beratung & Coaching

Tel.: +49(0)89 954055547
sabine.engel@dieengels.com 

Foto Salvatore Saporito, LexisNexis
Salvatore Saporito
Business Development Manager Risk & Compliance
LexisNexis GmbH

Tel.: +49(0)211 417435-40
salvatore.saporito@lexisnexis.de

Das sagten bisherige Teilnehmer über LexisNexis Webinare

„Vielen Dank! Sehr guter Vortrag, gute Geschwindigkeit, angenehme Sachlichkeit."

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